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Artikel „Leidnitz, Fröschel von“ von Karl Bartsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 217, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Leidnitz,_Fr%C3%B6schel_von&oldid=- (Version vom 19. Oktober 2019, 04:33 Uhr UTC)
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Band 18 (1883), S. 217 (Quelle).
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Leidnitz: Fröschel von L., auch Frosch von Leibnitz oder Leidnitz Fröstel in den Handschriften genannt, ist Verfasser mehrerer poetischer Erzählungen, die dem Stil und der Darstellungsweise nach nicht später als im 15. Jahrhundert gedichtet sein können. Die eine handelt „von drei Buhlern“, welche die von ihnen umworbene Jungfrau auf Rath einer klugen Frau fortschickt, den einen nach England, den andern auf eine Preußenfahrt, den dritten über Meer nach Palästina. Als die von ihr festgesetzte Zeit verstrichen ist, giebt sie vor, daß sie inzwischen von einer widerwärtigen Krankheit befallen worden, worauf zwei sich zurückziehen, nur der dritte, der sie wirklich liebt, läßt sich nicht abschrecken und empfängt dafür den Lohn der Liebe. In einem zweiten Gedichte fingirt der Dichter, daß er im Traume von einem Engel in den Himmel geführt worden sei, wo gerade Gerichtstag ist und Gott Recht spricht. S. Nicolaus beklagt sich über Johannes den Täufer, daß, wenn die Leute diesem zu Ehren (S. Johannis Minne) sich betrinken, sie dann ihn, den heil. Nicolaus, um Hülfe in der Noth anrufen. Johannes verantwortet sich, worauf die Apostel ebenfalls ihre Meinung über den Streitfall abgeben, die Sache aber schließlich in Güte beigelegt wird.

Keller, Erzählungen aus altdeutschen Handschriften S. 82–37. 150–160.