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Artikel „Latussek, Daniel“ von Franz Heinrich Reusch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 20, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Latussek,_Daniel&oldid=- (Version vom 29. Januar 2020, 20:07 Uhr UTC)
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Latussek: Daniel L., Weihbischof von Breslau, geb. am 1. Jan. 1787 zu Bralin im Kreise Polnisch-Wartenberg, † am 17. August 1857 zu Breslau. Ein Sohn armer Eltern, machte er, durch Wohlthäter unterstützt, von 1800 an seine Gymnasialstudien, von 1806 an seine Universitätsstudien in Breslau; nach Absolvirung des philosophischen Cursus wurde er 1809 Magister der Philosophie. Am 21. Septbr. 1811 zum Priester geweiht, war er zunächst Hülfsgeistlicher an mehreren Orten in Oberschlesien, dann 1815–17 Feldprediger im 6. Armeecorps. 1818 wurde er Secretär bei dem fürstbischöflichen Generalvicariate zu Breslau, 1826 Erzpriester zu Wansen, 1831 Domherr zu Breslau, 1839 Domdechant, 1845 Dompropst. Am 12. Febr. 1838 wurde er als Bischof von Diana in partibus infidelium und Weihbischof von Breslau präconisirt, am 27. Mai consecrirt. Der Fürstbischof Sedlnitzki ernannte ihn auch zum Generalvicar, welches Amt er auch unter dem Fürstbischof Diepenbrock bis zu seinem Tode bekleidete. Nach dem Tode des Fürstbischofs Knauer wurde er am 22. Mai 1844 von dem Domcapitel mit Stimmenmehrheit zum Bisthumsverweser gewählt. In ultramontanen Blättern (Katholik, histor.-pol. Blätter etc.) wurde er vielfach wegen seiner versöhnlichen Haltung gegenüber der preußischen Regierung und den Protestanten angefeindet. Im October 1844 verhängte er als Bisthumsverweser über Johannes Ronge die Excommunication (Rel.- und Kirchenfreund 1844, Nr. 100).

Schlesisches Kirchenblatt 1857, Nr. 37, Beil.