ADB:Kalnein, Karl Eberhard von

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Artikel „Kalnein, Karl Eberhard von“ von Ernst Friedländer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 40, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kalnein,_Karl_Eberhard_von&oldid=- (Version vom 4. Dezember 2020, 02:39 Uhr UTC)
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Kalnein: Karl Eberhard von K., ward seinen Eltern Hans Georg von K., preußischem Land- und Tribunalsrath, Amtshauptmann zu Rastenburg, Erbherr der Kilgischen und Großparkschen Güter und der Marie Luise geb. Schack von Wittenau am 26. Febr. 1687 geboren. Im J. 1704 kam er als Kadett zur Garnison nach Pillau, doch schon im folgenden Jahre trat er auf Veranlassung eines Verwandten seiner Mutter als Fähnrich in dänische Dienste beim seeländischen Infanterie-Regiment, welches in Trier in Winterquartieren stand. Bei diesem Truppentheil machte er dann die folgenden Campagnen des spanischen Erbfolgekrieges mit, er focht am 23. Mai 1706 bei Ramillies, im August vor Menin, am 11. Juli 1708 bei Oudenarde, im August vor Lille, am 11. Sept. 1709 bei Malplaquet und avancirte während dessen zum Premierlieutenant. K. trat dann in hessen-kasselsche Dienste und kam als Hauptmann zur Leibgarde, mit welcher er den Feldzug von 1710 in den Niederlanden mitmachte. Nach dem Frieden kehrte er nach Kassel zurück, bis ihn 1717 Friedrich Wilhelm I. nach Preußen zurückrief und ihm eine Compagnie gab. Er kam zum Arnim’schen, dann zum Regiment Herzog von Holstein und stieg in den Jahren bis 1740 zum Obersten. In den Kriegen des großen Königs kämpfte er als Regiments-Commandeur bei Chotusitz (17. Mai 1742) und bei Hohenfriedberg (4. Juni 1745), ward dann Generalmajor mit Patent vom 16. Mai 1743, erhielt eine Brigade und führte, zum Chef des Dohna’schen Regiments ernannt, bei Kesselsdorf (15. Decbr. 1745) eine Brigade im ersten Treffen. 1746 nach Preußen zurückmarschirt, wurde K. am 9. Juni 1753 Generallieutenant, erkrankte dann dergestalt, daß er nicht mehr dienstfähig war und starb am 5. Octbr. 1757. – Im J. 1733 hatte er sich mit Charlotte Sophie von Finck-Finckenstein verheirathet († am 11. Septbr. 1756).

(König,) Biograph. Lexikon II. S. 237. – Pauli, Leben großer Helden IV. S. 79.