ADB:Heß, Carl

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Artikel „Heß, Karl“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), S. 298, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:He%C3%9F,_Carl&oldid=- (Version vom 1. Dezember 2020, 12:34 Uhr UTC)
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Heß: Karl H., Thier- und Genrebildmaler, geb. 1801 zu Düsseldorf als der jüngste Sohn des Kupferstechers Karl Ernst Christoph H., kam als fünfjähriger Knabe mit seinem Vater nach München, erhielt gleich seinen berühmt gewordenen Brüdern Peter und Heinrich H. daselbst seine künstlerische, vorerst ganz auf das Fach eines Kupferstechers bezügliche Bildung und bethätigte sich auch zunächst als Stecher und Radirer. Endlich siegte die Neigung und zog ihn 1823 ganz zur Genremalerei, worin er seinem Bruder Peter und dem wackeren Wagenbauer nacheiferte. In seinen Bildern ist das landschaftliche Element, das er mit großer Sicherheit beherrscht, mit Vorliebe betont und die meist idyllischen Scenen, insbesondere aus der baierischen Alpenwelt, spielen sich mit großer Lebendigkeit ab. Diese „alten Herren“, von welchen die jüngere Generation jetzt schon nichts mehr weiß, zeichneten noch mit der Farbe und legten auch in ihre Genrebilder einen „historischen“ Ernst; die schlichte Wahrheit ging ihnen über Effekthascherei und geziertes Geistreichthun, womit man den Mangel an tieferer Bildung nur zu gerne überfirnißt. Von seinen zahlreichen Bildern verweisen wir auf ein „Thierstück“, 1835 (Kunstblatt S. 86) und eine „Auffahrt auf die Alm“ (ebendas. S. 231), eine „Alpe bei Kochel“ (1848), „Am Starnbergersee“, „Alm bei Schliersee“ etc. Seine Bilder werden von der späteren Kulturgeschichte als hochwillkommenes Material benützt werden, darunter auch ein „Münchener Bockkeller“. Karl starb nach schweren Leiden am 16. Nov. 1874 zu Reichenhall.

Vgl. Nagler, 1838, V. 156. Deutsche Warte, 1875, S. 768 und Seubert, 1879, II. 215.