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Artikel „Haugwitz, August Adolf v.“ von Hermann Palm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 56–57, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Haugwitz,_Adolph_von&oldid=- (Version vom 13. November 2019, 20:08 Uhr UTC)
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Band 11 (1880), S. 56–57 (Quelle).
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Haugwitz: August Adolf v. H. (deutscher Dichter) ist geboren 1645 zu Uebigau in der Oberlausitz. Nach längeren Studien in Wittenberg finden wir ihn, da ein Verwandter von ihm Hofmarschall in Dresden war, dort eifrig fürs Theater thätig. Außerdem trieb er historische Studien und verfaßte mehrere Tractate, u. a. „Prodromus lusaticus h. e. integri alicujus quondam de Lusitia conscripti et publicae luci donandi tractus“, Budissin 1681, und „Tractatus [57] de aulae et regni mareschallis“, 1690. Hauptsächlich war er jedoch Dichter und gehört als solcher zur zweiten schlesischen Schule. Im J. 1684 erschienen seine Dichtungen unter dem Titel: „Prodromus poeticus oder poetischer Vortrab, bestehende aus unterschiedenen Trauer- und Lust-Spielen, Sonetten, Oden, Elegien etc.“ Die drei darin enthaltenen dramatischen Arbeiten „Maria Stuarda“ (1683), „Soliman“ und „Flora“ (alle drei in Versen) sind nach Gottsched auch als Einzeldrucke erschienen. Soliman (1684) ist ein Stück gleichen Stoffes mit Lohensteins Ibrahim Bassa (aus Zesen’s übersetztem Romane Ibrahim und Isabelle): Flora ist die Bearbeitung eines französischen Ballets. Wie man aus der Vorrede des Prodromus erfährt, hatte er auch einen Wallenstein auszuarbeiten vor, der diese beiden Tragödien ausstechen sollte. Er starb 1706 auf seinem Gute Uebigau als Landesbestallter der Oberlausitz.

Otto, Lexikon der oberlausitzischen Schriftsteller, Gervinus, Goedeke.