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Artikel „Günderrode, Caroline von“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 126, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:G%C3%BCnderrode,_Caroline_von&oldid=- (Version vom 12. Dezember 2019, 01:05 Uhr UTC)
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Band 10 (1879), S. 126 (Quelle).
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Günderode: Karoline v. G., Dichterin, geboren am 11. Februar 1780 zu Karlsruhe, Tochter des badischen Kammerherrn, Hof- und Regierungsrathes Fr. Just. v. G. (welcher sich auch im Drama versuchte, vgl. Goedeke’s Grundriß, II. 1080), lebte als Stiftsdame zu Frankfurt a. M., am Rhein und zu Heidelberg, liebte den berühmten Heidelberger Philologen und Symboliker Creuzer und gab sich deshalb in der Nähe von Winkel am 26. Juli 1806 selbst den Tod. Ein tiefer Schmerz zittert durch die Seele dieser liebeskranken Nachtigall, den sie in einer ganz musikalischen Sprache ergießt. Ihre Dichtungen erschienen unter dem Namen „Tian“: „Gedichte und Phantasien“, 1804, und „Poetische Fragmente“. Anderes kam erst später (durch M. Bachmann) in poetischen Taschenbüchern etc. zu Tage. Ihre ges. „Dichtungen“ (darunter auch viel Dramatisches) gab Götz (Mannheim 1857, mit dem Portrait der Dichterin) heraus; manches klingt ganz ossianisch-nebelhaft, Anderes gemahnt an Lessing’s Vorbild, Alles aber ist mehr oder minder von einem sentimentalen Mondlicht und zarter todttrauriger Wehmuth überstrahlt. – Bettina setze ihr aus einer Mischung wirklicher Erinnerungen mit phantastischen Zuthaten ein zweibändiges Denkmal „Die Günderode“, Grünberg u. Leipzig 1840. In Betreff der Aechtheit der hier mitgetheilten Briefe ist wol mancher Zweifel erlaubt, nachdem der „Briefwechsel Goethe’s mit einem Kinde“ kritisch beleuchtet worden ist.

Vgl. M. Carriere, Achim v. Arnim und die Romantik. Die Günderode. Grünb. 1841. Franz Sauter’s Aesthetische Excursionen, Leipz. 1875. Goedeke’s Grundriß, III. 37.