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Artikel „Ferro, Pasqual von“ von August Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 720–721, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ferro,_Pasqual_von&oldid=- (Version vom 29. Februar 2020, 13:50 Uhr UTC)
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Band 6 (1877), S. 720–721 (Quelle).
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Ferro: Pascal v. F., Arzt, 1753 in Bonn geboren, studirte zuerst in Köln, später in Wien Medicin, erlangte hier 1777 den Doctorgrad und habilitirte sich daselbst als Arzt; seine Bestrebungen um Förderung der öffentlichen und privaten Gesundheitspflege, so namentlich um die Einführung der Vaccination („Ueber den Nutzen der Kuhpockenimpfung“, 1802), um die Reform der Pestquarantaine („Von der Ansteckung der epidemischen Krankheiten und besonders der Pest“, 1782, und „Nähere Untersuchung der Pestansteckung etc.“, 1787), um die Verallgemeinerung des Gebrauches der kalten Bäder zur Kräftigung des Körpers und als Heilmittel („Vom Gebrauche des kalten Bades, 1781, 2. Aufl. 1790), um Aufklärung über den Werth reiner, sauerstoffreicher Luft („Versuche mit neuen Arzneimitteln“, 1793, und „Ueber die Wirkungen der Lebenslust", [721] 1795, wo Sauerstoffinhalationen als Heilmittel bei Erkrankungen der Lungen empfohlen werden) und trockener Wohnungen („Anzeige der Mittel, die Ungesundheit derjenigen Wohnungen zu verändern, welche Ueberschwemmungen ausgesetzt gewesen“, 1787) u. a., verschafften ihm die Anerkennung der höchsten Behörden, so daß er 1793 zum Staats- und Medicinalrath, später zum Vicedirector des medicinischen Unterrichtes ernannt und 1805 geadelt wurde; er starb in Wien den 21. August 1809. F. war Enthusiast für seine Ueberzeugung; dies verleitete ihn zu Uebertreibungen und man kann bei aller Anerkennung, die man seinen Bestrebungen zollen muß, nicht in Abrede stellen, daß er nicht selten über das Ziel hinaus geschossen hat. Ein Verzeichniß seiner Schriften findet sich in Engelmann, Bibl. med.-chir., p. 160.