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Artikel „Carrach, Johann Philipp von“ von Emil Julius Hugo Steffenhagen in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 26–27, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Carrach,_Johann_Philipp_von&oldid=- (Version vom 15. November 2019, 00:54 Uhr UTC)
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Band 4 (1876), S. 26–27 (Quelle).
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Carrach: Johann Philipp von C., Publicist, ältester Sohn des Juristen Johann Tobias C., geb. 30. August 1730 zu Halle, † in Wien (Todesjahr unbekannt). Er bezog 1745 die Universität seiner Vaterstadt, wo er 1749 Magister der Philosophie, 1750 Doctor und 1752 außerord. Professor der Rechte wurde. 1758 erhielt er an der Universität Duisburg eine ord. juristische Professur, die er des Krieges wegen erst 1764 antreten konnte. Inzwischen lebte er in Breslau, wurde königl. preußischer Geh. Rath und von Friedrich II. geadelt. 1768 mit dem Titel eines großfürstl. holsteinischen Etatsrathts als erster Professor der Rechte und Prokanzler der Universität nach Kiel berufen, wurde er noch vor Ablauf eines halben Jahres 1769 wieder entlassen, worauf er nach Wien ging und zum Katholicismus übertrat. Er schrieb nun für den Wiener gegen den Berliner Hof, wie er früher gegen den Wiener Hof geschrieben hatte. Unter seinen Schriften, welche hauptsächlich das Staatsrecht betreffen, ist hervorzuheben die anonyme commentirte Uebersetzung von Hippolithus a Lapide, d. i. Bogislav Philipp v. Chemnitz: „Abriß der Staatsverfassung“, 3 Theile in 2 Bänden, Mainz und Coblenz, Halle, 1761. Dagegen schrieb Joh. Fried. v. Tröltsch: „Unpartheyische Gedanken über die Anmerkungen des teutschen Hippolithus a Lapide“, Cölln (Ulm) 1762 und: „Fortgesetzte unpartheyische Gedanken,“ das. 1763.

[27] Weidlich, Lexikon aller jetztlebd. Rechtsgel. S. 40f. Dessen biogr. Nachrichten I, 107ff. Nachträge S. 45ff. u. Succession derer Rechtsgel. zu Halle S. 56f. König, Joh. Tob. C. S. 9. Anm. *. Pütter, Litt. d. Teutsch. Staatsr. I, 213, 479f. II, 85f. Ratjen in d. Schriften d. Univ. zu Kiel aus d. J. 1860. Bd. VII, Chronik S. 11ff.