ADB:Burgund, Nikolas von

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Artikel „Burgund, Nikolas von“ von Karl Theodor Wenzelburger in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 619, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Burgund,_Nikolas_von&oldid=- (Version vom 27. Februar 2020, 05:41 Uhr UTC)
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Burgund: Nikolas von B. (Nicolaus Burgundus), Staatsmann, Geschichtschreiber und Dichter, geb. 1586 im Hennegau, der Sohn eines Bastards von Johann v. B., studirte in Löwen, prakticirte dann als Advocat in Gent, bis er im J. 1627 vom Herzog Maximilian in Baiern als Professor an die Universität Ingolstadt berufen wurde. Später (1639) kehrte er wieder in die Niederlande zurück und wurde Mitglied des großen brabantischen Rathes, in welcher Stelle er bis zu seinem im J. 1649 erfolgten Tode blieb. B. ist hauptsächlich bekannt durch seine Historia belgica ab anno 1558“, ferner Ludovicus IV. imperator sive historia bavarica“, welch’ letztere 1705 in Helmstädt neu aufgelegt wurde. Außerdem existiren von ihm eine Anzahl juristischer und polemischer Schriften, so: „Tractatus de evictionibus“; „Tractatus de periculis et culpa in contractibus“; „Apologia pro electoratu bavarico contra electoratum palatinae domus“; „Tractatus controversiarum ad consuetudines Flandriae“. Seine juristischen Werke wurden 1674 in Brüssel gedruckt. Auch als Dichter machte sich B. einen Namen; er schrieb „Poëmata“ und eine „Oratio de gradibus ad eloquentiam“. Obwol katholisch und der Sache Philipps mehr als der der aufständischen Provinzen zugethan, vertheidigte er doch die Freiheiten der letzteren gegen spanische Willkürmaßregeln.