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Artikel „Brandstetter, Friedrich“ von Karl Friedrich Pfau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 47 (1903), S. 178–179, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Brandstetter,_Friedrich&oldid=- (Version vom 21. Juli 2024, 06:50 Uhr UTC)
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Brandstetter: Friedrich B., geboren 1803, † 1877. Begründer der noch jetzt bestehenden Firma Friedrich Brandstetter in Leipzig. Wie Brockhaus, so war auch B. von Haus aus Manufacturist. Selbst als er sich dem Buchhandel zugewandt hatte, führte er sein Leinwandgeschäft noch weiter fort. 1844 übernahm er käuflich W. Einhorn’s Verlagsexpedition und führte diese von nun an unter seinem Namen weiter. Später erwarb er auch den Sechtling’schen Verlag, sowie den Schrag’schen Verlag in Nürnberg. B. widmete sich vorwiegend pädagogischer Litteratur, sowie auch der Jugendschriften- und Festgeschenks-Litteratur. Seine Verlagswerke trugen von Anfang an einen durchaus eigenartigen Charakter und für den Kenner war es nicht schwer, zu ermitteln, daß B. als tüchtiger Manufacturist seine zweifellose Vorliebe für dieses Geschäft auch bei der Ausstattung seiner Verlagswerke zum Ausdruck [179] brachte. Noch in den siebziger Jahren zählten die aus Brandstetter’s Verlag hervorgegangenen Werke zu den vornehmsten ihrer Art, und es läßt sich nicht leugnen, daß er indirect außerordentlich viel zur Hebung der Typographie beigetragen hat. Seit seinem Tode ist sein ältester Sohn Richard B. Inhaber des Geschäfts, welcher der bisherigen Verlagsrichtung treu geblieben ist. B. wußte mit seinem Verständniß, unterstützt durch die ihm zu Gebote stehenden reichen Mittel, die Richtung seines Verlags scharf abzugrenzen und seinem Verlagsgeschäft ein durchaus einheitliches Gepräge aufzudrücken.