ADB:Augusti, Friedrich Albrecht

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Artikel „Augusti, Friedrich Albrecht“ von August Beck in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 684–685, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Augusti,_Friedrich_Albrecht&oldid=- (Version vom 22. Januar 2020, 20:12 Uhr UTC)
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Augusti: Friedrich Albrecht A., geb. 30. Juni 1691, zu Frankfurt a/O., † 13. Mai 1782, hieß früher Josua Ben Abraham Eschel oder Herschel. Seine jüdischen Eltern gaben ihm eine in ihrer Art gute Erziehung; sie ließen ihn, weil er keine Neigung Kaufmann zu werden hatte, wissenschaftlich unterrichten. Mit einem andern Juden beabsichtigte er – noch ein Knabe – nach Jerusalem zu [685] reisen; aber auf dem Wege dahin gerieth er bei Oczakof, von einer Räuberbande überfallen, in Sclaverei, aus welcher er durch einen Juden aus Podolien losgekauft und in Freiheit gesetzt wurde. Er kehrte nun von Smyrna nach Polen zurück, und studirte fleißig zu Krakau und Prag die Bibel und den Talmud. Von da ging er nach Frankfurt und beabsichtigte, eine Reise nach Italien zu unternehmen; aber in Sondershausen wurde er in der Nacht des 25. Nov. 1720 zum zweiten Mal von einer Räuberbande überfallen, geknebelt und so mishandelt, daß er lange Zeit zu seiner Wiedergenesung brauchte. Hier lernte er den Superintendent Reinhard kennen, der ihn zum Christenthum bekehrte. Am zweiten Weihnachtsfeiertage 1722 wurde er in Gegenwart des Fürsten Günther, seiner Gemahlin und der Prinzen von Schwarzburg getauft. Von jetzt an begann er seine christlichen gelehrten Studien auf dem Gymnasium zu Gotha. Im J. 1727 bezog er die Universität zu Jena, gleich darauf aber zu Leipzig, um Theologie zu studiren. Endlich wurde er als Collaborator am Gymnasium zu Gotha (1729) und dann (1734) als Pfarrer zu Eschenbergen angestellt, wo er bis zu seinem Tode blieb. Das Verzeichniß seiner theologischen und exegetischen Schriften gibt Meusel’s Lex. Ernst Friedrich und Anton Augusti, Nachrichten von dem Leben, Schicksalen und Belehrung Friedrich Albrecht Augusti. Gotha 1783.