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„Ein Freund des Kaisers und des Volks“

Textdaten
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Titel: „Ein Freund des Kaisers und des Volks“
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 26, S. 411–414
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1864
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Fürst Suwarow
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„Der Freund des Kaisers und des Volks.“

Unter den Männern, welche Alexander II. von Rußland bei seinen großen, tiefgreifenden Reorganisationen unerschütterlich zur Seite stehen, nimmt wohl der jetzige Generalgouverneur von Petersburg, Graf Suwarow, Fürst Italijski, eine der hervorragenosten Stellungen ein. Ein Bild von diesem Manne zu entwerfen, den man mit gutem Recht „den Freund des Kaisers, wie des Volks“ nennt, wollen wir jetzt versuchen, soweit es das allerdings nur spärliche Material gestattet, das uns über den Charakter und das Wirken des Fürsten theils mündlich, theils schriftlich an die Hand gegeben wurde. Denn in gewisser Hinsicht hat auch das russische Reich seine große Mauer, die Alles hermetisch verschließt, was noch so schadlos über die Grenze gehen dürfte, und selbst der im Ausland lebende Russe beichtet nur ungern auf unsere etwaigen Fragen über seine Fürsten, Staatsmänner oder über die inneren Zustände seines Vaterlands, am liebsten aber antwortet er mit einem officiellen Achselzucken. Naseweisen Fragen wie: „War Kaiser Nicolaus wirklich beliebt?“ folgt regelmäßig ein Achselzucken – oder: „War er wirklich der große Mann, für den man ihn ein ganzes Vierteljahrhundert hindurch hielt?“ – abermals ein Achselzucken – oder man kommt auf die Aufhebung der Leibeigenschaft und bricht dabei in einen Lobgesang über den jetzigen Kaiser aus – so kann man immer noch eines Achselzuckens gewärtig sein, wenn man das Malheur hat, einem Altrussen gegenüber zu stehen. Eine vornehme russische Dame antwortete jüngst einem solchen vorwitzig Fragenden: „Das weiß ich nicht, mein Herr – ich weiß nur, wollen Sie einen Russen in Verlegenheit bringen, so müssen Sie mit ihm über Politik sprechen.“ –

Graf Alexander Arkadjewitsch Suwarow-Rymnikski, Fürst Italijski, ist der Enkel des ebenso berühmten als originellen Feldherrn der Kaiserin Katharina’s II. und des Kaisers Paul, des Erstürmers von Ismail, des Siegers in Oberitalien (weshalb er auch den Beinamen „Italijski“ erhielt), des „alten“ Suwarow, dessen Mäßigkeit, Thätigkeit und Unbestechlichkeit noch jetzt als außerordentliche Charakterzüge vom russischen Volke angestaunt werden, dessen Lakonismus noch heute sprüchwörtlich ist, dessen echt Blücher’sches Losungswort aber: „Vorwärts und Sieg!“ neben jenen Eigenschaften auch auf dem Schilde des jetzigen Gouverneurs von Petersburg als Wahlspruch steht und als ein theueres Erbtheil gehütet und gepflegt wird. Der Vater des Grafen Alexander war der russische Generallieutenant Arkadij Suwarow, der, als er eine Division bei der Donauarmee unter Kutusow befehligte, im Rymnik ertrank, und zwar an derselben Stelle, wo sein Vater seinen großen Sieg über die Türken erfochten hatte.

In der freien Schweiz, in Fellenberg’s Institut zu Hofwyl, sollte der junge Fürst den ersten Grund zu seiner körperlichen und geistigen Entwickelung legen, was gleich günstig für die vorurtheilsfreie Gesinnung des Vaters, wie für die spätere Geistesrichtung des Sohnes spricht. Auch die Universität Göttingen besuchte Suwarow und gedenkt so gern der seligen dort verlebten Zeit. Mit Stolz pflegte er häufig zu sagen: „Auch ich bin ja deutscher Student gewesen.“ Nach Ablauf dieser Studienzeit in sein Vaterland zurückgekehrt, tritt er 1822 als Cornet in das Chevaliergarderegiment ein, welches kurze Zeit darauf als Verstärkung zur Armee im Kaukasus abgeht, wo er sich im Feldzuge gegen Persien durch raschen Ueberblick wie tollkühnen Muth so auszeichnet, daß er sich auf dem Schlachtfelde die Epauletten holt und, als Ueberbringer der Schlüssel von Ardebil, bei seinem Eintreffen in Petersburg zum Flügeladjutanten des Kaisers ernannt wird. Das Jahr 1831 führt ihn wieder in’s Feld, indem er den polnischen Krieg im Hauptquartier des Marschalls Paskewitsch mitmacht, in dessen Auftrag er die Capitulation von Warschau unterhandelt und mit der Nachricht von diesem Ereignisse nach Petersburg eilt, wo er mit dem Oberstpatent belohnt wird. In der Folge mehrmals zu diplomatischen Missionen in deutschen Fürstenhäusern verwendet, später aber zum Generalmajor und Commandeur einer Grenadierbrigade ernannt, wird er 1845 mit der Untersuchung der unter den Truppen im Kaukasus eingerissenen Mißbräuche beauftragt, die ein strenges Gericht auf die Häupter der Schuldigen herabzogen. Es war dies eine der brillantesten Thaten des Fürsten, denn durch seinen Scharfblick und seine Energie deckte er einen der großartigsten Diebstähle eines Brigadiers am Solde der Soldaten auf, die nur in Folge der schnödesten Behandlung, aus Verzweiflung, aufständisch geworden waren. Zum [412] Generaladjutanten des Kaisers erhoben, geht er 1847 mit einer ähnlichen Mission nach Kostroma, wo er einige Zeit als Militärgouverneur fungirt, bis er im Jahre 1848 den Posten eines Militärgouverneurs von Riga und Generalgouverneurs der Ostseeprovinzen erhält, in welcher Stellung er das auf ihn gesetzte Vertrauen nach allen Seiten hin auf’s Glänzendste rechtfertigt, und sich in gleichem Maße die Liebe der Bevölkerung erwirbt, trotzdem, ein großer Theil derselben, der deutsche, von der damaligen Zeitströmung ebenfalls ergriffen und fortgerissen wurde.

In dieser schwierigen Lage, einerseits inmitten deutscher Elemente, welche den größten Antagonismus gegen alle Russification hegten, andererseits durch die unabweisliche Verpflichtung gebunden, im Sinne und nach dem Willen der russischen Regierung zu handeln, gelang es ihm dennoch, diese Gegensätze zu vermitteln durch das Einzige, womit sich alle feindlichen Elemente überwinden lassen: durch Gerechtigkeit, Maß, wahre Menschlichkeit und Ehrfurcht vor dem Geiste jeder Nationalität. Was Suwarow für Riga durch die Niederwerfung der die Stadt früher einengenden Wälle, gegen die sich der Kaiser Nicolaus so lange gesträubt hatte, durch Begünstigung der Hafenbauten, durch Förderung der Gewerbthätigkeit etc. gethan, das wissen die Rigenser am besten. Dieselben Eigenschaften bewährt er mit gleich glänzendem Erfolge in seiner jetzigen Stellung als Generalgouverneur von Petersburg, ein Amt, das er unter so außerordentlich schwierigen Verhältnissen übernahm, daß man sich kaum der Hoffnung hingeben durfte, im ganzen weiten Rußland einen Mann zu finden, der ihm gewachsen wäre. Er hat es verstanden, in einer Epoche wilder Gährung, wie sie kaum jemals wiederkehren dürfte, den Erwartungen aller Wohlgesinnten zu entsprechen, und sich eine Popularität zu erwerben, die nur mit dem Namen eines russischen Gouverneurs zu verbinden, als ein Ding der Unmöglichkeit erscheinen mußte; denn das Wort Popularität stand ebensowenig wie das Wort Humanität in dem Wörterbuche der meisten seiner Vorgänger, welche die starre Gewaltherrschaft ihres „vergötterten“ Nicolaus als das einzige richtige Regierungssystem erkannten und daher jede neue Wendung der Dinge, mochte sie selbst von dem milden Nachfolger des „Vergötterten“ kommen, mit Argusaugen betrachteten. Den Gnadenmanifestationen Alexander’s II. grollte der gesammte nationale Adel (an dessen Spitze die Grafen Adlerberg stehen, die Häupter der russischen Camarilla) nicht minder, als den gleichzeitigen kaiserlichen Kundgebungen, „von nun an vorzugsweise die socialen und materiellen Zustände der niederen Volksclassen zu verbessern“ – Alles, was mit der neuen Aera auftauchte, erschien ihnen als ein schnöder Angriff auf ihre unantastbarsten Vorrechte, als ein Umstoß ihrer heiligsten Traditionen. Und wenn dieser schlecht verhaltene Groll hier und da sich selbst gegen die Person des Herrn zu richten wagte, um wieviel schärfer mußte er nicht gegen den Diener hervortreten, der offen und aus Ueberzeugung den neueu Maximen huldigt, indem ihre Grundzüge, Gerechtigkeit und Menschlichkeit, ihm bei all seinen Handlungen als leitende Richtschnur dienen.

So sehen wir Fürst Suwarow bei Ausübung seines Amtes auf einer Seite beargwohnt und Schritt bei Schritt gehemmt von jener Partei, die durch alte verrostete Ueberlieferungen ihre vermeintlichen Vorrechte geltend zu machen sucht, die in ihren geheimsten Stunden noch gern von der Restauration eines Strelitzenthums träumen mag und deren größter Ruhm darin besteht, die „altrussische“ Partei zu heißen, während auf der andern Seite das Volk und alle Freunde des fortschreitenden Rußlands ihn wie einen Vater betrachten, der das Glück seiner Kinder sich zur Lebensaufgabe gestellt hat, unter der Devise: „Vorwärts und Sieg!“ Sein Freund aber, der Kaiser Alexander, dem die Wohlfahrt seines Volkes mehr am Herzen liegt, als zweideutiger Schlachtenruhm, oder den Herrn und Protector des übrigen Europa zu spielen, der sehr gut weiß, daß die Schienenwege, die jetzt sein Reich durchziehen, mächtigere Hebel der Civilisation sind, als Kriegsgeschrei und Schwertergerassel, der sich durch Aufhebung der Leibeigenschaft eine Krone aufsetzte, wie sie nie zuvor das Haupt eines Czaren schmückte – Alexander steht ihm als mächtiger Schirmherr zur Seite, um zu unterstützen, zu vermitteln, niederzuschlagen, oder auch, erheischen es Würde und Nothwendigkeit, zu bekämpfen, und wäre es mit eiserner Faust.

In dem ergreifenden Drama „Nur eine Seele“ hat der bekannte Verfasser den Typus jener orthodoxen, allrussischen Partei in der Gestalt des „Fürsten Michel“ auf’s Vollendetste personificirt. Mit einem ingrimmigen Fluche über die neue Aera sehen wir da, zu nicht geringer Genugthuung und unter dem Beifall des Publicums, den alten moskowitischen Bojaren die Segel streichen. Ein ähnliches ohnmächtiges Fluchen und Fußstampfen mag auch jetzt von manchem russischen Großen auf der Bühne des Lebens gehört werden, doch es verfliegt im Rauschen der Zeit und unter dem Lächeln des Publicums.

Die Machtstellung eines General-Gouverneurs von Petersburg ist beinahe unumschränkter Natur, obwohl der Verfassung nach in administrativen Dingen der General-Gouverneur dem Minister des Innern – gegenwärtig Walujew – untergeordnet ist; nur in außerordentlichen Fällen behält sich der Kaiser seine höchste Entscheidung vor. Der persönliche Charakter eines solchen Mannes ist demnach ein hochwichtiger Factor, indem von ihm das Wohl und Wehe einer ganzen Bevölkerung abhängt. Civil- und Militärsachen unterstehen seinem Gouvernement, und vom letzten Krämer bis zum Millionär, vom Muschik bis zum höchsten Staatsbeamten, vom gemeinen Soldaten bis zum General, von Künstlern, Gelehrten und von Frauen aller Stände ist allwöchentlich an bestimmten Tagen sein Audienzzimmer geöffnet, um Bittschriften zu überreichen, Beschwerden anzubringen oder sich in Danksagungen zu ergehen. Alles dies wird vom Generalgouverneur rasch entgegengenommen und mit lakonischer Kürze beantwortet, denn Zeit ist auch ihm Geld und der betreffende Entscheid erfolgt in den meisten Fällen auf der Stelle. Eine solche Audienz bei Suwarow wollen wir in ihren Hauptmomenten zu schildern versuchen; neben ihrem fremdartigen Gepräge dürfte sie noch das besondere Interesse für sich haben, den persönlichen Charakter des Fürsten in seinen prägnantesten Zügen zu veranschaulichen.

Die Treppen, Gänge und Vorsäle des Gouvernementpalastes sind schon von frühem Morgen an gefüllt. Goldstrotzende Uniformen mischen sich mit Kaftans, elegante Frauentoiletten mit groben Leinwandkitteln, Stutzerphysiognomien mit wettergebräunten Köpfen, modisch gepflegte Bärte mit struppigen, die einem Urwalde gleichen. Alle Dialekte, alle Jargons sind hier vertreten, die verschiedensten Sitten und Gebräuche begegnen sich – Aller Ziel ist aber ein gemeinsames: „beim Suwarow vorzukommen“ – „den Suwarow zu sprechen“ – „endlich vom Suwarow Recht zu bekommen!“ Nach hartnäckigem Drängen bis zum Audienzzimmer gelangt, sehen wir durch eine mächtige, offenstehende Flügelthüre, die militärisch besetzt ist, einen Mann in Generaluniform, groß und schlank von Gestalt, sich leicht an einen Tisch lehnend. Sein Blick ist sanft, der ganze Ausdruck seines Gesichts wohlwollend, sein Wesen hat nichts von der übelangebrachten Brüsquerie, wie sie leider so vielen Machthabern eigen, es trägt vielmehr jenes vornehme Sichgehenlassen an sich, das den Mann von Würde und Selbstgefühl charakterisirt. Dies ist Fürst Suwarow, den der unparteiische Ruf seiner Landsleute als einen der edelsten Männer in der Umgebung des Kaisers, als einen strengen, unbestechlichen Vertreter des Rechts, als einen wahren Freund des Volks bezeichnet.

„Iwan Dmitriewitsch Uschakow!“ ruft der Ordonnanzoffizier. Eine altersgekrümmte Gestalt tritt aus der Menge, neigt sich bald bis zur Erde, murmelt unverständliche Worte und will den Rockzipfel des Fürsten küssen. Dieser wehrt es unwillig lächelnd ab und spricht in gütigem Tone: „Lauter, Alterchen, ich verstehe Dich nicht.“ – Aber immer noch dasselbe unverständliche Murmeln des alten Mannes, wobei er heftig mit den Händen gesticulirt. Der Fürst beugt sich mehr und mehr zum Supplicanten herab: „So?“ fährt er fort, „das ist schlimm – und er will nicht – was, er will nicht?! Wie heißt der Schuft? – Aha!“ zum Secretair: „Streichen Sie mir den Burschen an! – Nun, Alterchen, soll geschehen (und er legt wohlwollend die Hand auf Uschakow’s Haupt), hole Dir übermorgen Bescheid.“ Der Fürst wirft einen sagenden Blick auf die Zunächststehenden. Eine Dame in tiefer Trauer tritt hervor – die Unterredung wird französisch geführt. In des Fürsten Mienen wechseln Theilnahme mit Zurückhaltung – die Angelegenheit scheint delicater und schwieriger Natur zu sein, denn wenig Hoffnung spiegelt sich auf dem Gesicht der Abtretenden, die auf einen Wink des Fürsten von einem dienstthuenden Officier bis zur Treppe geleitet wird.

Nun erscheint eine ganze Deputation, die sich in langen unnützen Tiraden ergehen will. „Kürzer, kürzer!“ unterbricht sie der Fürst schon nach zwei Minuten und stampft leise mit dem Fuße – doch die Deputation ist einmal im Zuge und nach unendlichen

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Die Gartenlaube (1864) b 413.jpg

Fürst Suwarow im Jagdcostüm.
Nach einer Photographie.

Vorreden kommt sie endlich auf des Pudels Kern. Aber ein schneidendes „Nichts!“ unterbricht sie – „Nichts damit, das will unser Herr nicht – fügt Euch – ich habe gesprochen!“

So wechseln die Scenen bunt durch einander, so geht es stundenlang: hier ein Invalive, der in der Krim zerschossen wurde und um Erhöhung der Pension bittet, dort ein Künstler, den gekränkter Stolz herführt, ein Schauspieler, der zu seinem Benefiz einladet, eine Wittwe, die um Unterstützung nachsucht oder ein Officier, der sich im Avancement beeinträchtigt glaubt. Und immer hört man dazwischen die laute sonore Stimme des Fürsten, meist [414] begütigend, tröstend und Abhülfe verheißend – aber auch befehlend und aufbrausend, wenn sein Scharfblick auf Winkelzüge stößt. – So ließ er einst eine Deputation von Kaufleuten fürchterlich hart an, die um Aufschub der Aufhebung des Branntweinmonopols bat, sei es auch nur auf drei Monate, und dabei eine kleine Bestechung von 50.000 Silberrubeln mit einfließen ließ – im nämlichen Augenblick aber scheint sich der Fürst eines Andern zu besinnen. „Wartet!“ ruft er – fährt direct zum Kaiser: „Majestät,“ sagt er dort, „da bitten die Kaufleute um Aufschub wegen Aufhebung des Branntweinmonopols, sie haben mir 50.000 Rubel gegeben, daß ich’s durchsetze; ich bitte Majestät, bewilligen Sie drei Monate, damit ich das Geld behalten – und den Armen geben kann.“ Lachend bewilligte der Kaiser die Frist, und lachend wirft sich der Generalgouverneur wieder in seine Kibitke und theilt der erstaunten Deputation die kaiserliche Bewilligung mit.

Bei den Bestrebungen des Kaisers, die eine völlige Umwandlung des bisherigen Regierungssystems in Rußland bezwecken, ist ein Charakter, wie Suwarow, eine Nothwendigkeit, und je klarer die liberale Partei dies erkennt, um so höher steht der Mann in ihrer Liebe und Achtung.