Zu unseren Karnevalsbildern

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Titel: Zu unseren Karnevalsbildern
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 3, S. 100
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[100] Zu unseren Karnevalsbildern. Das bunte Karnevalstreiben, die Zeit der Bälle, Kostüm- und Maskenfeste bietet den Malern eine unerschöpfliche Fülle von Anregungen zu anmutigen und drolligen Bildern. Dieser Art sind auch drei der Illustrationen, die unser heutiges Heft schmücken. Beliebt sind noch immer die leichten Masken der Pierrots und Pierretten mit den spitzen quastenverzierten Kopfbedeckungen, der weiten Halskrause und dem flotten seidenen Gewande. Sie kleiden trefflich die beiden „Faschingskinder“ auf unserem Bilde S. 69, die zweifellos zum ersten Male an einem Maskenball mitwirken und mit jugendlichem Uebermut an den Scherzen teilnehmen. Eine jüngere Frau, die schon viele derartige Feste mitgemacht hat, wählt das gesetztere Kostüm aus der Jugendzeit der Großmutter. (Vergl. die Kunstbeilage.) Sie studiert eifrig Bilder aus der guten alten Zeit, und es wird ihr sicher gelingen, Gang Gebärden und Sprache der Tracht aus verschollener Zeit anzupassen. Eine Straßenscene, in moderner Manier mit wenigen charakteristischen Strichen dargestellt, führt uns die obenstehende Skizze „Hofball“ vor. Hier bewundert und kritisiert das vor der Einfahrt versammelte Zaunpublikum die Toiletten der Damen und die Uniformen der Würdenträger. – Bunte Masken, reiche Kleider erhöhen den Glanz der Feste, aber die wahre Fröhlichkeit ist an sie nicht gebunden. Die kommt vom Innern und entfaltet sich dort am schönsten, wo sich Menschen nach redlich gethanem Tagewerk und treu erfüllter Pflicht in heiterem Kreise erholen. Einen in diesem Sinne fröhlichen Karneval wünschen wir jung und alt in den weitesten Kreisen unserer Leser. *