Zimmerische Chronik/Band 2/Kapitel 29

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Autor: Froben Christoph von Zimmern
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Titel: Wie herr Johanns Wernher freiherr zue Zimbern das stetlin Antianzimber, sampt den dörfern Villingen und Dalhausen, auch ander güeter der stat Rotweil zue großem nachteil seiner nachkommen hingeben und verkauft hat.
Untertitel:
aus: Zimmerische Chronik Band 2. S. 276–290
Herausgeber: Karl August Barack
Auflage: Zweite Verbesserte Auflage
Entstehungsdatum: 16. Jahrhundert
Erscheinungsdatum: 1881
Verlag: Akademische Verlagsbuchhandlung von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck)
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Erscheinungsort: Freiburg und Tübingen
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Quelle: Digitalisat der UB Freiburg
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Wie herr Johanns Wernher freiherr zue Zimbern das stetlin Antianzimber, sampt den dörfern Villingen und Dalhausen, auch ander güeter der stat Rotweil zue großem nachteil seiner nachkommen hingeben und verkauft hat.

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Anno 1514 hat herr Johanns Wernher der statt Rotweil Antianzimbern das dorf, so vor jaren ain stettlin gewest, sampt Dalhausen und Villingen den dörfern ohne [451] alle vorgehende nott umb ain spott und weit under dem dimidio justi pretii zu kaufen geben, fürnemlich auser der
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ursach, wie obgehört, das der alt herr Gottfridt freiherr zu Zimbern seinem bastartsone Hainrichen das schloß Zimbern, darvon dann dise freiherren iren namen hetten, sampt seiner zugehörde vermacht und auch ingeraumpt. Iedoch hett der alt herr seinen dreien jungen vettern samenthaft oder sonders
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ein losung darauf vorbehalten, welche losung herr Wilhelm Wernher, der jungest under denen dreien gebrüedern, thette, das im auch die andern zwen, herr Johanns Wernher und herr Gottfridt Wernher[1], vergunten, mit der beschaidenhait, das er solch schloß sein lebenlang und nit lenger inhaben,
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sonst als mit anderm seim guet handlen mege; er solt auch solch schloß in bewlichen ehren haben und darin seinen brüedern öffnung zu iren gescheftern vergonnen, das auch ohne ir wissen und willen nit versetzen oder verkaufen. * [1224] Es sein vor jaren die graffen von Helfenstain[2]
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auch umb ir edle und nutzliche grafschaft komen, die haben sie der stat Ulm zu kaufen geben; ist verthon und ver-

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[277] prachtirt worden. Gleicher gestalt die grafen von Beuchlingen haben ir grafschaft, da sie iren namen von, auch verhauset. Aber die herren von Hocheneck[3] die sein außer irer unainigkait umb die herrschaft Hocheneck und ander
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güeter mehr sampt dem titel ains freiherren komen. Der letzst, der sich ainen freiherren geschriben, hat herr Ruprecht gehaißen, ist ungefärlich umb die 200 jar, und sein der brüeder drei gewesen. Der ain hat ingehapt die herrschaft Hocheneck, der ander den Eisenberg und der dritt die
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herrschaft Vilseck. Der aber, so Hocheneck ingehapt, ist unverheirat gestorben und mit den andern zwaien geprüedern unains worden, derhalben der unnutz man die herrschaft dem haus Österreich verpfendet. Die pfandtbrief will man denen von Hocheneck[4] nit zaigen, damit sie die
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landtschaft nit wider lösen megen. Aber die herrschaft Starkenberg ist durch ain spruch an die herzogen von Österreich gefallen anno 1363. Künig Ruedolf hat die herrschaft Hocheneck aim herren von Hocheneck noch gelihen, dem ist ain grefin von Montfort vermehelt gewesen, und sollen
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die gar eltesten von Hocheneck mit bemelten grafen ins landt sein komen. Man sagt auch noch, das herren von Hocheneck im künigreich Neapolis wonen, die das schilt und helm fieren; gleicher gestalt es mit den herren von Künigsegk auch ergangen, die haben vor vil jaren, wie die
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von Hocheneck, den herrenstandt verlassen und zum adel geheurat, darumb sie nit unbillich den herrenstand widerumb angenomen und erneweret. * Als nun bemelter herr Wernher solch schloß ain kurze zeit ingehapt, begabe es sich, das sein brueder, herr Johanns
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Wernher, die herrschaft Mösskirch verließ und mit aller haushaltung in die under herrschaft vor Waldt sich thette. Er war unlangs zue Seedorf gesessen, do begert er an seinen brueder, herr Wilhelm Wernhern, das er im das schloß Zimbern, inmasen er das von Hainrich Zimberern bekommen,
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an sich zu lösen vergonnte. Solch begern schlueg im sein brueder nit unbillich ab, mit vermelden, das er im und herr Gottfriden Wernhern in allen herrschaften und ligenden

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[278] güetern gewichen, sonst kain behausung oder haimwesen hette, zudem er ime fürgenomen, solchs seinem stammen und nammen zu ehren, nach dem er solchs wider an sein geschlecht gepracht, nach seinem gefallen zu erbawen. Ab
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solcher abschlegiger antwurt empfieng herr Johanns Wernher ain solchen verdruß, nam auch das also hoch zu herzen, das er iezgehörtem seinem fromen brueder zu nachteil und widerdrieß die drei dörfer Antian- oder Herrenzimbem, Villingen und Dalhausen, so aller nechst bei und umb das
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schloß gelegen und zum theil daselbst gesehen megen werden, in ainer gehe und urenbunst der stat Rotweil zu kaufen[5] gab, darzu im ainer zu Rotweil, Christa Riberlin genannt, getrewlichen half, in darauf stiften thette, auch das bei aim rath anbrachte.
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* [1531] Mit disem pfarrer, herr Pauls[6] Riberlin, hat herr Johanns Wernher lang hin und wider am gaistlichen gericht gerechtet, und ist vil ufgeloffen, hats doch zu letst alles costen und schaden verloren, und müßen die 14 malter korn noch heutigs dags der pfarr järlich zu besetzter gült
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geraicht werden. Derselbig pfarrer, her Crista, het domals ain helfer zu Epfendorf, der prediget uf sant Martins tag, wie sant Martin ain armen mentschen het beklaidt, dorab der allmechtig Gott ain sollichs wolgefallen, das er gedachtem hailigen man im schlaff erschinen were und gesagt: »Wolan,
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lieber Martine! du hast wol gehandlet und das mir wol gefellt, und so ich dirs in gutem nit eingedenk bin, so holl mich der leibhaftig deufel im himl!« * Es hat herr Johanns Wernher von Zimbern der elter, dieser dreien gebrüedern herr vatter, ain amptman in der
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herrschaft Mösskirch gehapt, Niclas Ul genannt. Derselbig, nachdem sein herr vertriben, kam er geen Rotweil, ward alda burger, daselbst er sich dermaßen hielte, das er am hofgericht fiscal und procurator ward. Nachdem er nun von der herrschaft erzogen, ime auch daher vil guets beschehen,
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trueg er ab solchem verkauf große beschwerdt, het das, wo müglich, gern verhündert, aber es muest dem stammen und nammen zu großem spott, verlust und ewigen nachtail verkauft werden. Herr Gottfridt Wernher, sein brueder, hett solchen verkauf wol verhündern künden, der were auch in

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[279] allen rechten und vor aller erbarkait nichtig und uncreftig gewest, in ansehen das sich die gebrüeder vorhin gegen ainandern verschriben gehapt, das keiner von ligenden güetern nichs verkaufen oder verpfenden solte, er hett dann
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das vorhin seinen andern gebrüedern angebotten, aber es was dozumal der neid und dann das misstrawen under denen baiden gebrüedern dahin geratten und dermaßen eingewurzlet, das sie ainandern machen ließen, keiner dem andern sovil liebs hett gethon, damit er vor seinem schaden [452]
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hett bewart oder verhüet megen werden. So mechts der junger brueder, herr Wilhelm Wernher, allain nit erhalten, sonder mueste den laidigen verkauf, der in ewigkait zu rewen, fürgeen lassen und mit gedult ufnemen. Herr Johanns Wernher hat nit allain die drei flecken der statt
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Rotweil verkauft, sonder auch die caploneien im schloß Zimbern, der collatur gleichwol nit ime, sonder seinem brueder, herr Wilhelmen Wernhern, zustand. Es war an dem nit genug, damit dem stammen und nammen Zimbern nachtail und schaden gnug beschehe und nit allain die
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herrschaftgüeter, besonder auch die gaistlichen lehenschaften geschwecht megten werden, hielt er den caplon zu Zimbern, herr Micheln Molitoris, dahin, das er der bruederschaft zu Rotweil den grosen und kleinen zehenden zu Herrnzimbern im stetle, so der pfrundt zugehörig, umb 400 pfund heller
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verkaufen mueste. In solchen kauf bewilliget er als der lehenher. Der pfaff mueste im kaufbrieve melden, der zehenden wer im umb 24 malter früchten angeschlagen, die mechte er niergendts ertragen, derhalben er solchen verkauf thette von der pfrundt bössern nutz wegen. Dieser
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unbedechtlich kauf beschach montag nach dem tag Bartholomei anno im 1516ten. Der bruederschaft zu Rottweil pfleger, so den kauf domals annamen und thetten, waren der Niclas Ul und Michel Dorner. Wie unbedechtlich aber hierin gehandelt, auch wie hoch die pfrundt geschwecht
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worden, ist außer dem abzunemen, das solcher verkaufter zehenden dieser zeit ob den 40 maltern järlichen ertragen mag. Aber es ist zu glauben, das dieser herr Johanns Wernher nichs behalten hab sollen, seie ime villeucht also uferlegt worden. Und befindt sich mit sollichen nachthailigen
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sachen, die auch, wie zu besorgen, nimmermehr megen widerpracht werden, das des alten, frommen herrn Wernhers prognosticon, das er von diesem herr Johannsen Wernhern

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[280] in seiner küntheit gehapt, laider zu vil war worden; dann so nun ain ainziger ungeratner mentsch in ain geschlecht kompt, kan er seinen nachkomen mehr schaden und nachthail mit seiner verkerten und ungetrewen weis zufüegen,
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dann etlich gleich wolgerathne, verstendigen wider ufrichten und zue guetem bringen künden. Es hat obbemelter Niclaus Ul herr Johanns Wernhern dieses nachtailigen verkaufs halben vilmals angeredt, mit bericht, was unwiderbringlichen nachtails und ewigen spotts ime selbs und auch seinen
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künden, auch gemainlich dem stammen und namen Zimbern herauß ervolgen, und wiewol diese handlung herr Johanns Wernher über etliche jhar hernach übel gerewet, sich auch dero, seitmals ime vil verwis hieraus entstanden, ser geschempt, so ist es doch geschehen gewesen und hat,
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nachdem es lang angestanden, nit mehr retractirt oder wider bracht megen werden. Es hat sich der Niclaus Ul mehrmals vermerken lassen, die von Rotweil geben die helzer, so sie mit obernempten dreien dörfern erkauft, nit umb die kaufsomma wider. Und wiewol ich mich vil bemühet, wie
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hoch herr Johanns Wernher doch diese drei dörfer also verkauft, zu erfaren, so habs ich doch niergendts in actis finden künden, also hat er die handlung selbs supprimirt und undertruckt, hat auch nit leiden megen, das darvon in seiner gegenwürtigkait geredt [453] werde. Er solle hernach
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mermals zu seinen verwandten, so rede hievon fürgefallen, gesagt haben, er wiß nit, wie im, do er solchs gehandelt, gewesen sei, der bös gaist habs ime gerathen. Von diesem kaufschilling ist ain ungleiche sag, eins thails zaigen an von achthundert, ainstails von fünfzehenhundert guldin; in somma,
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es seie, welches welle, so ist es unweislich, unbedechtlich, bei den nachkomen verweislich und zum höchsten nachtailig gehandelt worden. Noch ist mit diesem verkaufen kein endt gewest. Die alten freiherren von Zimbern haben ain lehen zu Rotweil gehapt, ist in der Ow vorm burgkthor
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gelegen, ist gewesen ain bürgle in aim weier, sampt etlichen gärten darzu gehörig. Das haben nun die von Rotweil von unverdechtlichen jharen here durch ain rathsfraindt empfahen und tragen lassen, und ist ain gemaine alte sag, es haben die alten freiherren von Zimbern vor vil jharen solch
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brugkthor in verwarung und die schlüssel darzu gehapt[7]. Aber

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[281] solch lehen, das bürgle, hat er ohne ainige bewegende ursach oder vorgehende not der statt Rotweil geaignet. Also ist es mit dem uralten adenlichen lehen, dem schloß Schenkenberg[8], auch zugangen, das, sampt seiner zugehörde, hat
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er bemelten von Rotweil auch geaignet. So haben die edelleut von Almanshofen den zehenden zu Asa in der Bar von der freiherrschaft auch zu lehen getragen. Als nun dieselbigen mit todt abgiengen und schilt und helm vergraben, do brachten die closterfrawen zu Villingen in der statt
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sollich adenlich schiltlehen an ir closter. Denen wardt das lehen von herr Johanns Wernhern verlihen, doch das sie im järlichs ein lebkuchen geben sollten. * [1376] Philips von Almanshofen ist der letst seins stammens und nammens gewest, der hat den zehenden zu
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Asa in der Bar von der herrschaft zu lehen getragen. Wie der abgangen, hat das closter zu Villingen zu S. Clara den zehenden an sich gezogen und herr Johannsen Wernhern beredt, das er das lehen gelihen. Iedoch hat er im vorbehalten järlich ain lebkuchen zum gueten jar. Das ist also
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biß zu seinem absterben gehalten worden. Hernach haben die kargen nonnen den lebkuchen abbrochen und den ainer herrschaft weiter nit geben, ires vermainens der ursach, seitmals inen etliche zins seien von der herrschaft abgelöst worden; aber es ist inen zu versten geben, wo sie beharren,
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das inen hinfüro nit mehr werde gelihen. * Dergleichen hat Jacob Huntpiß von Ravenspurg das schiltlehen von Schönbrunen, bei Pfullendorf gelegen, von der herrschaft Zimbern zu manlehen getragen. Das hat der Huntpis der statt Pfullendorf zu kaufen geben anno 1510;
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das hat herr Johanns Wernher auch bewilliget und das lehen verlihen. Die statt Pfulendorf gibt ain burgermaister alda zu ainem lehentrager; alda, zugleich wie mit dem closter zu Villingen, kein widerfahl mer zu gewarten. So hat herr Johanns Wernher auch etliche aigne höf und güetere,
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sampt andern gerechtigkaiten im flecken Epfendorf gehapt, so domals denen edelleuten vom Stain von Staineck zugehörig; solche hat er auch nit behalten künden, sonder der statt Rotweil umb ain gering gelt auch verkauft. Also ist er schier umb alle ligende güeter ganz liederlichen kommen.
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Des orts kan ich mit stillschwigen nit umbgeen, dem-

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[282] nach der alt herr Wernher freiherr zu Zimbern weilunt herr Ulrichen von Brandis sein schwester vermehlt, wie obgehört, und dieselbigen alle ohne ehliche leibserben verstorben, sollte das heiratguet und morgengab, namlichen 4000 gulden
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in goldt, wider hünder sich an stammen und nammen gefallen sein, welches hernach die grafen von Sulz, als der freiherren von Brandis nechste erben, bezallt sollten haben, die auch solch bezallung keins wegs, weder redlichen oder güetlichen vorhalten hetten künden, so sein doch solche
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4000 gulden in goldt denen von Sulz bestecken bliben und nie erfordert worden. Das alles hat sie nun mehr verjärt, inmaßen das mit keinen fuegen was weiters mag erfordert, vil weniger eingebracht werden. Dieses alles hat außer der unainigkait der baider geprüeder sein ursprung genomen.
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Es sein gleichwol hievor auch andere gewesen, die übel haus gehalten und ire herrschaften oder schlösser, davon sie iren namen gehapt, von iren geschlechtern hingeben [454] und verkauft haben, als nemlich die mechtigen graven von Hochenberg den herzogen von Österreich.
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* [1374] Vor vierthalbhundert jaren sein die graven von Hochenberg am mechtigisten an landt und leuten gewesen, und von dem jar 1200 an zu rechnen, do hat ir verthon und übelhausen angefangen, und hat sie der groß stat, den die gefiert, nit verderbt, sonder die großen stiftungen und
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gotzgaben, die sie unaufhörlichen gethon an die gestiften, clöstern, spitl, bronnen und in ander weg; dann, wie man sprücht, »wer vil hingibt, dem pleibt dester weniger«, das ist den fromen grafen, die ohn zweifel in jener welt iren lon darumb empfahen, auch begegnet; dann von diesem
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großen hingeben und stiftungen kammen sie nach und nach zue armuet, das sie auch letzlich landt und leut muesten angreifen und der großen schuldten halb butzen und still dem haus Österreich zu kaufen geben. Geschach ungefärlich umb die jar 1371[9]. Die herzogen hetten die herrschaft
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Hochenberg auch nit sonders lang bei handen, do wardt die den reichsstetten verpfendt. Solch verpfenden weret schier bis in 40 jhar und wolt ungern wider herumb kommen. Aber herzog Albrecht von Österreich nam das landt nach langer und vergebenlicher underhandlung wider ein.

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[283] Die graven von Hochenberg kamen nach verkaufung irer güeter gar ins ellendt und, wie man sprücht, ab equis ad asinos. Wie vorhin die grafen von Würtenberg sie entsessen und bevor gehapt, do ward es geradt conversio
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simplex, die graven von Hochenberg wurden der graven von Würtemberg diener und rath, insonderhait der letzst, grave Sigmundt, wardt vogt zu Balingen. Sie sein dennost umb die jar 1330 noch in großem vermegen gewest, das ist bei dem abzunemen. Es standt umb dieselbig zeit ain
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liederlichs stainhaus allernechst bei Horb, hieß der Helnstain, darauß bekriegten domals etlich verdorben edelleut die graven von Würtemberg und triben vil hochmuets etliche jar. Darauß volgt letzstlich, das die graven darfür wolten gezogen sein. Schreiben demnach den grafen von
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Hochenberg und begerten, das sie an solchem vorhaben sie nit saumen oder verhünderung thon welten. Solch begeren schluegen die grafen von Hochenberg glat ab und woltens nit zulassen. Do dorftens die grafen von Würtemberg auch nit thon und muesten von irem fürnemen domals absten.
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Aber in wenig jaren hernach do verkert sich das wetter, wie oblaut, das die edlen grafen zu großer armuet kamen, wie dann in diser welt nichs bestendigs und das ain geschlecht ufgat, etliche andern aber abnemen oder gar zu grundt geen, wie sich dann das bei den hernach benannten
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grafengeschlechtern, als Eberstain, Tübingen, Helfenstain und andern, wol beschaint. Die grafen von Calv sein vor jaren auch mechtig grafen gewest, aber das stiften hin und wider geben hat sie zu armuet, auch letzstlich gar[10] hingericht. Der maist tail irer güeter sein dem closter Hirsow
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worden, gleichwol sie an das gotzhaus Creuzlingen bei Costanz auch groß guet geben, darum das wunderbarlich mal uf dem Wurmlinger perg soll gehalten werden, in welcher stiftung[11] sonderlich warzunemen, das die uf kein wein, sonder nur uf pier fondirt, darauß abzunemen, das villeucht zu
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selbigen zeiten am Necker und in selbiger landsart gar kein weinwachs[12] oder doch gar wenig hat gehapt. *

Bei unsern zeiten haben die schenken von Limpurg, die von den alten herzogen von Franken abkomen sollen sein und vil zeit sich herrn von Kolben geschriben, wie man

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[284] das im closter zu Chonburg aigentlich findt, ir schloß Limpurg, ob der statt Schwebischen-Hall gelegen, bemelter statt verkauft. Sollichs alles enschuldiget herrn Johanns Werhern nicht, vil weniger megen wir darauß ainigen glimpf
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schepfen. Aber wa unainigkait, neidt oder ein misfertrawen under[13] brüedern, so sein das die früchten, die darauß ervolgen, wie dann bei unsern vorfarn sich under den grafen von Zollern dergleichen auch begeben. Alda ainer, so die grafschaft Zollern ingehapt, seinem vettern, so den halben
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andern theil der grafschaft zu Balingen besessen, dem dann sein ainiger sone kürzlichen darvor gestorben, zu drutz und zu laidt ain halbe nacht vor der burg zu Ballingen gepfiffen und gedanzet und damit denselbigen also zu rath bewegt, das der sein halben theil der grafschaft Zollern dem graven
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von Würtemberg umb ain gerings, und namlichen umb...[14] zu kaufen gegeben. Was großer unainigkait ist zwischen den baiden geprüedern, grafe Endressen und graf Hannsen von Sonnenberg, gewesen? Man schetzt, das sie ainandern weit mehr, dann umb ain hundert tausendt gulden
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verhündert und vernachtailt haben. Was großen neidts und unwillens zwischen inen gewest, mag sonderlichen außer dem gespürt werden. Als sie uf ain zeit baid zu Mengen, und ir freundtschaft zwischen inen zu handlen understanden, konten sie von iren freunden baider seits so wol nit verhüet
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werden, es schlug graf Hanns sein brueder, graf Endressen, mit der faust ins angesicht, das ime mundt und nas schweist, und so das nit zeitlich von der freuntschaft underkommen, hetten sie angesichts irer aller ainandern umbracht und erwürgt.
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[1321] Uf dem sonnenbergischen tag zu Mengen do erschin auch mit und neben andern der freuntschaft der alt herr Gotfridt freiherr zu Zimbern. Dieweil aber derselbig villeucht wardt geachtet graf Endressen parthei sein, do erlangt er auch bei graf Hannsen sein schlechten dank.
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Darumb, als derselbig sonderlichen ain gespötisch man wardt, fieng er in beisein der andern grafen und herren aller ein gespai an und sagt zu herr Gotfriden: »Du alter vetter, warumb nimbst kein weib? du helst übel haus mit huren

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[285] und überkompst das haus voller bankhart.» Herr Gotfridt war nit unbehendt, sprücht: »Botz mag, vetter! was sorgst für mich? sorg für dich selbst und dein gestift zu Wolfeck, den du mit solcher beschwerdt deines geschlechts und deiner
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underthonnen also ufgericht, das dir weger gegen Got und sonst, du hettest darfür in ainem alten bachoffen gebettet.» Es ward von den herren ein groß gelechter und gefiel inen allen wol, das graf Hanns concludirt. Dem wardt das maul dadurch abgehawen, dess dann grafe Christof von
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Werdenberg insonderhait ain freid het. Aber graf Hanns muest zufriden sein. War gleichwol sonst ain theurer grave, aber ain strenger man über seine underthonnen von wegen seins großen bawens zu Wolfegk, da er ain großen paw verpracht, gleichwol von holz und ganz unwirig. So hat er
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auch den stift alda gebawen, damit er den underthonen großen übertrang gethon. Er ist hernach anno 15[10][15] zu Wolfegk gestorben. Nach seinem todt hat man ine lange zeit zu Wolfegk und in der herrschaft sehen reuten und geen, so tags, so nachts, sonderlichen, so man die weier
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hat gefischet, ist es nachts ganz ungehewr darbei gewest. Er hat den leuten sovil unruw und übertrangs zugefüegt, das ine sein dochterman, herr Jörg truchseß von Walpurg, beschweren und kein costen betauren lassen, damit man nur des gespensts abkom. Men hat [1322] ein große anzall
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messen lassen lesen und vil almusen geben, aber den nonnen und Bagutzlen weit umbher in der refier hat man lhon geben zu betten. Denen ist ain große anzall gebett uferlegt worden, und laut die sag, man hab ain meltrigen sack mit erbsen in die closter und Begeinenheuser ußgetailt, damit
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die zall der gebet nach den erbsen verrichten lassen. * Es sagt der poet Ovidius[16], das die liebe oder ainigkait[17] zwischen gebrüedern ain seltzamer vogel seie. Das hat sich wol bei den zweien gebrüedern vom Hag, graf Lasslin und graf Leonharden, item bei den zwaien gebrüedern von
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Fürstenberg[18], graf Wilhelmen und graf Friderrichen, auch

1 [286] bei den zwaien geprüedern von Lewenstain, graf Friderichen und graf Ludwigen, beschaint.

* [1351] Gleichergestalt haben auch die edelleut von Clingenberg ainandern verhasset und umb schöne güeter
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ainandern gebracht, biß sie zu letzten umb alles, das sie gehapt, kommen, fürnemlich im Hegow, sodann Meringen an der Tonaw, Lüptingen und anders. * * [1350] Man sagt gemainlich und ist auch war, wann ain gestüd zergeen will, so beist es ime selbs den schwanz
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ab. Also ist in disem geschlecht auch beschehen. Diß sprüchwort mag mit guten ehren auch auf ein burger zu Rotweil, genannt Hanns Köchlin, und sein weib gedeut [1351] werden. Dasselbig weib, genannt Affra Judin, hat über aller weiber sinn und begirden ain solche verkerte art
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an ir gehapt, da sich zu zeiten begeben, wie sich under ehleuten vil zutregt, das sie unainig worden, hat sie den nechsten ires manns mannlich glid begert zu verletzen. Man sagt auch glaublich, das sie zu ainer zeit mit gedachtem irem eheman sich also zertragen, das sie in der nacht im
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bet ufgewüscht, dem man die pfeifen erwüscht und im gar nahe die gar abbissen, das im die scherer, gleichwol nach langem und mit aller marter, darvon haben künden helfen. Aim solchen verkerten weib sollt man die zen haben ußbrochen. Der guet man hat sich ir kaum erweren mügen.
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Es ist ain sollichs geschrai gewest im haus, das etlich der nachpurn zugeloffen; gleichwol es verduschet und der obrigkait nit fürkommen, oder man hats lassen hingeen und verlachet. * Bei unsern äni zeiten hat ain frembder, unbekanter graf
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(dann man seinen, oder auch seins geschlechts nammen in unser landsart nie erfaren künden) seinen leiblichen brueder in ainer gehe und ainem zorn umbgepracht gehapt, das er zu ainem solchen großen rewen und laidt so herzlichen ufgenomen, das er, dieweil er kein son, von landt und leuten
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und allem vätterlichen erb freies willens abgedretten, all sein haab und guet verlassen und mit seinem weib und dreien döchtern ins ellendt gangen. Hat sich under Balingen in ainer ainöde, an der Eihen, nidergelassen. Daselbst ist ain alts keppelin gestanden, genannt zu Sant
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Ulrichen, darzu hat er im ain kleinfüege behausung gebawen und hat daselbs die überig zeit seines lebens, biß in sein todt, ain hartes, strengs, bueßfertigs leben gefüert. So

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[287] haben ine sein weib und döchtern auch nit lassen wellen, sein bei im bliben. Die döchtern hat er dreien mairn in derselbigen landtsart verheirat, deren kinder und kindskinder noch verhanden sein, künden aber nit wissen, wer iren
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großvatter vom geschlecht gewesen, dann er das höchlichen verborgen gehalten, ist auch noch dieses tags verborgen; zu gleicher weis man auch gründtlichen nit wissen [455] mag, außer was nation er gewesen. Sovil waist man, das seins brueders, den er entleibt, söne im über etliche jar
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lange zeit nachzogen und ine gesucht haben, der mainung, ime nit allain ires vatters tods zu verzeihen und zu vergeben, sonder auch ußer dem ellendt zu nemen und in seine güeter wider einzusetzen; und als sie in doch letzstlich mit weib und künden in ainer so großen armuet und
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ainem so strengen leben gefunden, haben sie groß erbärmbdt und mitleiden mit ime getragen und sich vil understanden, ine von dannen zu bringen in sein landtschaft. Aber sie haben ine von seiner fürgenomenen mainung nit neimen künden, sonder er ist alda beharret die zeit seins lebens
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und aller seiner habe und güeter für sich und seine künder, ime selbs zu ainer straf, in ewigkait entschlagen. Ist nach seim todt zum kirchle begraben worden, zu der grefin, die gar ain gotzförchtige fraw soll gewesen sein. Diß kirchle ist bei unsern zeiten in wenig jharen abgebrochen und
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zerstört worden, außer anstiften ains predicanten zu Balingen[19] und ains kellers oder amptmans des fürsten daselbs. Derselbig hat fürgeben, man müeste die stain zu ainem gebew geen Balingen gebrauchen; ist aber nit beschehen, und ligen der merer stain noch uf dem platz. Sie haben das
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alt kirchle nit lenger gedulden mügen. Was ist aber beschehen? In kürze darnach ist der predicant gestorben, und als man ine zu Balingen zu anefang des jhars in aller kelte vergraben wellen, hat man ain wundermenig lebendiger würm und schlangen in der grueben gefunden, die sich
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auch nit abtreiben haben lassen wellen. Denen ist sein leib bevolchen worden. Das ist domals für ain sonders zaichen von menigclichem gehalten worden. Gemanet mich an ain begrebt, so vor der zeit warhaftigclichen zu Alberspach im closter beschehen. Bei leben abts Alexii ist ain

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[288] münch im closter gestorben, den hat man im capitel neben den creuzgang wellen vergraben. Wie man nun die gruben gemacht und zimlich dief in den boden kommen, do ist ain hitz und ein solcher rauch user der gruben gangen, das
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der abt und die andern münch erschrocken, von irem fürnemen gestanden, die gruben eilendts wider zu haben geworfen und den abgestorbnen münch anderswohin vergraben. Dem andern kirchenstürmer, dem keller zu Balingen, ist sein frevel auch nit unbelonet bliben; dann nachdem er vil
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böser stuck verbracht, in dem im von seiner obrigkait lang zugesehen, do hat in der herr aller herren angriffen, das er von sinnen komen, ein stum und ainem lautern kindt ist [gleich][20] worden. Und ob er von seiner obrigkait sollte gestraft werden, so kan sie doch das mit recht und keinen
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fuegen thon; es vermaint menigclich, Gott habe ine seins übergroßen übermuets und frevels halb gestraffet[21]. Das kirchle ist uf die 600 [jar][22] alt gewest, wie man die jharzal an den stainen gehawen gefunden, und haben die alten geglaubt, s. Ulrichs habs selbs geweicht, wie er dann in unser
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landsart vil kirchen soll geweicht haben. [1408] Bei vierzig jaren ungefärlichen darvor ist bischof Friderrich von Augspurg[23], seins herkomens ain grave von Zollern, wie man vermaint, der ursach halb auch gestorben. Diser bischof hat die zeit er den stift regirt, loblichen
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zugepracht und wol haus gehalten. Man sagt auch gleublichen von ime, das er ganz keuschlich und rain gelept biß an sein ende. Aber im letzsten jar seines lebens, anno 1505, erkauft er die heuser allernechst dem schloß zu Dillingen, genannt uf dem Perg, die prach er volgends hinweg,
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dergleichen sant Ulrichs capellen, dahin macht er ain paumgarten. Gleichbaldt darnach wardt er unversehenlich krank, starb auch des legers. Do vermaint menigclichen, Got het im von s. Ulrichs wegen, das er ohne sondere nott dem selbigen sein kirchen het abgebrochen, das leben verkürzet.
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Aber sein nachkommen, bischof Hainrich, ließ ußer der ursach in s. Ulrichs er ain andere kirchen zu Dillingen pawen. Diser bischof war ain edelman von Liechtenow,

1 [289] der letzst seines stammens und namens. Abt Conradt von Ursperg[24], der umb die zeit Fridrici secundi gelept und die fürnem chronicam von deutschen landen beschriben, ist dises geschlecht von Liechtenow gewesen. *

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* [1544] Es habens die nachkommen bischöf zu Augspurg darbei nit bleiben lassen, sonder auch, es hat bischof Cristof [ain] spital gestift, hernach der cardinal Otto ein besonders closter und studium aldo ufgericht, das auch mit Jesuitern user Italia, Niderland und andern nationen besetzt;
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sein, wie man sagt, über alle maßen gelerte leut und die auch die jugendt mit hohem vleiß in allen künsten wol underrichten. Iedoch so beschicht solch stiften der Jesuiter nit one ein groß fastidium des tomcapitels zu Augspurg, die eintweders dem studio nit nachfragen, oder villeucht
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besorgen, es mögte inen was an irem järlichen einkommen dardurch enzogen[25] werden. * Aber das ich wider uf der gebrüeder ainigkait oder unainigkait kom, so haben wir der gebrüeder unainigkait[26] exempla vil, aber der ainigkait wenig. Deren künden wir
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in unser landtsart über ains, das sich bei unsern zeiten begeben, nit herfür ziehen, namlich mit den gebrüedern von Geroltzeck[27], herr Gangolfen, und herr Walthern, die in allen iren güetern in ainer gemainschaft [456] und unvertailt, biß in iren todt, ohne allen zank oder widerwillen mit ainandern
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gelebt, auch mertails in ainer behausung gewonet haben, unangesehen das sie baide verheirat und ieder kindt verlassen. Aber es beschicht gar selten. Sie haben bei iren zeiten mit solicher brüederlicher liebe und ainigkait ain grosen stat gehalten und ir geschlecht, das kurz darvor zu
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entlichem verderben gericht, weit wider herfür gepracht. In dem unglückhaftigen jhar, als die dörfer, zu dem haus Zimbern gehörig, wie obverstanden, verkauft, kam graf Ruedolph von Sulz geen Rotweil und blib etliche tag alda. Also hielten die von Rotweil ain groß panket, luden im zu
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ehren herr Johann Wernhern und herrn Wilhelmen Wernhern, gebrüeder, auch etlich umbgesessne vom adel und ander ehrenleut, und war nun gar ain groses fest. Der burgermaister, Hainrich Freiburger, solt ain schöne redt

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[290] thon und den herren danken, wie er sich dann auch understande zu thon. Wie er aber angefangen: »Wolgeborne, gnedige herren,« und sagen will, von Sulz und auch Zimbern, so ersicht er guete sulzfisch uf der taffel, die verirrten
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ine in seiner rede, das er sprücht: »Wolgeborne, gnedige herren sulz und auch visch.« Do fiengen die herren, auch menigclich an zu lachen, und damit er, Freiburger, desto weniger gespait, lacht er des bossen auch, als ob man vermainen sollt, er hett das mit fleis also geredt. Aber die,
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so sich uf solch sachen verstunden, vermarkten wol, das solchs ußer großem schleck und imagination desselben und mit beiwonender weinfeuchte beschehen ware.



  1. Gottfridt Wernher] hs. Gottfridt Wernhern.
  2. Helfenstain] s. Kerler, Geschichte der Grafen von Helfenstein s. 81 ff. und Urkunden s. 23 ff.
  3. Hocheneck] über die herrn von Hoheneck s. Wißgrill, Schauplatz des landsässigen Nieder-Oesterreichischen Adels IV, 388—397.
  4. Hocheneck] über dieses geschlecht s. Johann Georg Adam von Hoheneck, Die Stände deß Ertzherzogthumb Oesterreich ob der Ennß I, 345—379. Der verfasser gehörte demselben geschlechte an.
  5. kaufen] s. Ruckgaber, Geschichte der Frei- und Reichsstadt Rottweil II, 2, 360.
  6. Pauls] der verfasser nennt ihn vorher und nachher Christa.
  7. gehapt] hs. gehapt haben.
  8. Schenkenberg] s. Birlinger, Aus Schwaben I 1 ff.
  9. 1371] geschah am 26 October 1381, s. Schmid, Geschichte der Grafen von Zollern-Hohenberg s. 270 und dessen Monumenta Hohenbergica s. 659.
  10. auch letzstlich gar] hs. auch letzstlich auch gar.
  11. stiftung] s. Birlinger, Volksthümliches u.s.f. II, 412 und 461. Uhlands Schriften 8, 555.
  12. kein weinwachs] s. dagegen württembergische Jahrbücher 1850, II, 32.
  13. under] hs. undern.
  14. umb ...] um 28,000 rheinische goldgulden, nach Stälin a. a. o. III., 409. Der verkauf geschah am 3. November 1403 und zwar vom grafen Friederich von Zollern, genannt Mülli.
  15. 15[10] die minderzahl ergänzt nach oben 282, 25.
  16. Ovidius] s. Metamorphos. I, 145.
  17. ainigkait] hs. unainigkait.
  18. zwaien gebrüedern von Fürstenberg] Riezler, Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Alterthums- und Volkskunde von Freiburg II, 279, hält diesen bericht der chronik über die uneinigkeit der zwei brüder, gestützt auf deren correspondenz, für eine übertreibung.
  19. predicanten zu Balingen] Keim, Schwäbische Reformationsgeschichte s. 31, nennt Karsthans als Balinger praedicanten.
  20. gleich] dürfte zu ergänzen sein.
  21. gestraffet] hs. gestrafftet.
  22. jar] fehlt in der hs.
  23. Friderrich von Augspurg] vgl. über ihn Braun, Geschichte der Bischöfe von Augsburg III, 89 ff., und Steichele, Archiv für die Geschichte des Bisthums Augsburg I, 142 ff.
  24. Conradt von Ursperg] s. über ihn Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen (2. aufl.) s. 503.
  25. enzogen] hs. erzogen.
  26. unainigkait] hs. unainig.
  27. Geroltzeck] s. Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldseck s. 66 ff.