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Textdaten
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Autor: Brüder Grimm
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Titel: Wittekinds Taufe
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aus: Deutsche Sagen, Band 2, S. 123-124
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Nicolai
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons,Google
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: [1]
Bild
Deutsche Sagen (Grimm) V2 143.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
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[123]
448.
Wittekinds Taufe.

Abels Samml. alt. Chroniken S. 61. 62.
Pomarius S. 40. 41.


König Carl hatte eine Gewohnheit, alle große Feste folgten ihm viele Bettler nach, denen ließ er geben einem jeglichen einen Silberpfenning. So war es in der stillen Woche, daß Wittekind von Engern Bettlerskleider anlegte, und ging in Carls Lager unter die Bettler sitzen, und wollte die Franken auskundschaften [124] Auf Ostern aber ließ der König in seinem Zelt Messe lesen; da geschah ein göttliches Wunder, daß Wittekind, als der Priester das Heiligthum emporhob, darin ein lebendiges Kind erblickte; das däuchte ihm ein so schönes Kind, als er sein Lebtag je gesehen, und kein Auge sah es außer ihm. Nach der Messe wurden die Silberpfennige den armen Leuten ausgetheilt; da erkannte man Wittekind unter dem Bettlerrock, griff und führte ihn vor den König. Da sagte er, was er gesehen hätte, und ward unterrichtet aller Dinge, daß sein Herz bewegt wurde, und empfing die Taufe, und sandte nach den andern Fürsten in seinem Lager, daß sie den Krieg einstellten und sich taufen ließen. Carl aber machte ihn zum Herzogen, und wandelte das schwarze Pferd in seinem Schilde in ein weißes.