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Textdaten
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Autor: Bw.
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Titel: Wertvolle Funde
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aus: Die Gartenlaube, Heft 40, S. 675
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[675] Wertvolle Funde. In den Silbergruben zu Aspen in den Vereinigten Staaten wurde im vorigen Jahre der größte Silberklumpen entdeckt, den man auf der Erde jemals in einem Stücke gefunden hat. Das Vorkommen solcher gediegenen Silber- und Goldklumpen oder Nuggets, wie die Bergleute sie nennen, ist nicht ganz selten, aber noch nie zuvor ist man auf ein so ungeheures Exemplar wie dieses, das ein Gewicht von 1650 kg und einen Wert von 144 000 Mark hatte, gestoßen. Der größte vorher gefundene Silberklumpen, auf den man vor einigen Jahren in den Gibson-Gruben stieß, wog nur 150 kg. – Merkwürdigerweise wurde im vorigen Jahre, und zwar ebenfalls in einer amerikanischen Grube in Nevada, auch der größte bisher gefundene Gold-Nugget entdeckt, eine Stufe von 680 kg, die man erst nach langer Zeit unter großen Vorsichtsmaßregeln aus dem umgebenden Gestein herausschälen konnte und von welcher Abgüsse für verschiedene Museen gemacht worden sind. Wenn dieser Klumpen ganz aus gediegenem Golde besteht, so muß sein Handelswert mindestens 1 4/5 Millionen Mark betragen. Dieser Fund wird dadurch noch interessanter gemacht, daß er sich nicht als Seifengold in jungen, angeschwemmten Schichten fand, wie die meisten Nuggets, sondern als sogenanntes Berggold im zusammenhängenden Gestein, wo man das Vorkommen größerer Goldklumpen lange Zeit bestritten hat. Der größte früher gemachte Fund dieser Art wurde, wenn man von einem sagenhaften westindischen Fund von 1350 kg absieht, in Australien gemacht, derselbe wog 124 kg. Nächstdem kommt ein kalifornischer Goldklumpen von 90 kg, der in den sechziger Jahren in der Monumentalgrube gefunden wurde, aber beim Herauslösen aus dem Fels in zwei Stücke zerbrach. Zwei Nuggets von 70 bis 72 kg wurden 1869 in Viktoria gewonnen, dessen Goldgruben überhaupt reich an gediegenen Stücken waren, denn im Laufe von drei Jahren fand man daselbst 6 bis 7 Nuggets im Gewicht von 24 bis 72 kg. Die bekanntesten zwischen 1841 und 1871 gefundenen und zum großen Teil mit eigenen Namen belegten Goldklumpen wiegen insgesamt 700 kg und haben einen Gesamtwert von zwei Millionen.
Bw.