Was in einer großen Stadt drauf geht

Textdaten
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Autor: Johann Peter Hebel
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Titel: Was in einer großen Stadt drauf geht
Untertitel:
aus: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
S. 174-175
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum: 1803-1811
Erscheinungsdatum: 1811
Verlag: Cotta
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Erscheinungsort: Tübingen
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Quelle: ULB Düsseldorf und Djvu auf Commons
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[174]
Was in einer großen Stadt drauf geht.

Eine große Stadt hat einen großen Magen, und braucht im Winter einen großen Ofen. In Wien aber sind in einem Jahr vom 1. November 1806. bis dahin 1807. geschlachtet und verspeist worden: 66,795 Ochsen, 2133 Kühe, 75,092 Kälber, 47,000 Schaafe, 120,000 Lämmer, 71,800 Schweine.

Viel Fleisch kostet viel Brod. Daher wurden verbraucht 487,000 Zentner Weiß-Mehl, 408,000 Zentner gemein Mehl.

Zu einem guten Bissen gehört ein guter Trunk. Also ist getrunken worden 522,400 Maas Wein, 674,000 Maas Bier.

Etwas Gutes ißt und trinkt man gern in einer warmen Stube. Sind verbrannt worden, 281,000 Klafter Holz, und 156,000 Meß Steinkohlen.

So viel kann drauf gehen in einer Stadt. Und wird doch noch hie und da einer hungrig ins Bett gegangen, und an manchem Fenster Eiszäpflein gehangen seyn. [175] Und an manchem vollen Tisch ist einer gesessen, und hat nicht essen mögen vor Betrübniß; und in manchen Becher voll köstlichen Ungar-Weins ist auch eine Thräne gefallen.