Vorbericht: Brief an die italienischen Kardinäle

Textdaten
Autor: Karl Ludwig Kannegießer
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Titel: Vorbericht: Brief an die italienischen Kardinäle
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aus: Epistolae aus:

Dante Alighieri's prosaische Schriften mit Ausnahme der Vita Nova, Zweiter Theil. – S.201–202

Herausgeber: Karl Ludwig Kannegießer
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Entstehungsdatum: 1845
Erscheinungsdatum: 1845
Verlag: F.A. Brockhaus
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung: siehe auch den eigentlichen Brief: An die italienischen Kardinäle
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Vorbericht zu: XII. An die italienischen Kardinäle

[201]

XII. An die italienischen Kardinäle.

(1314.)

Nach dem am 20. April 1314 erfolgten Tode des Papstes Clemens V.[1], der seinen Sitz zu Avignon gehabt hatte, versammelten sich 24 Bischöfe zu Carpentras in der Provence zur neuen Wahl. Nur sechs davon waren Italiener, und es gelang ihnen nicht, den päpstlichen Stuhl nach Rom zurückzubringen, obgleich dies, mit Ausnahme Frankreichs, fast in der ganzen Christenheit, besonders aber in Italien, sehnlich gewünscht wurde. Ja [202] er blieb, da die Kardinäle uneins wurden, zwei Jahre sogar unbesetzt, und die Verwirrung stieg um so mehr, da in Deutschland zwei Gegenkaiser, Ludwig von Baiern[2] und Friedrich von Oesterreich, sich die weltliche Oberherrschaft streitig machten. Noch in dem Todesjahr des Papstes Clemens schrieb Dante diesen Brief, in welchem er dem allgemeinen Verlangen seine kräftigen Worte leiht.



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Anmerkungen (Wikisource)


  1. Papst Clemens V.
  2. Ludwig der Bayer