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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Vom heiligen Beneda
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 48-49
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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34) Vom heiligen Beneda.
L. Peccenstein, Theatrum Saxonicum. Jena 1608. Th. II. S. 5. sq.
(Daraus Büsching, Volkssagen. Lpzg. 1820. S. 181. sq.)

Neben dem Schlosse Meißen hatte im Jahre 1088 der Böhmenkönig Wratislaus I. eine Gegenfestung angelegt, Guozedek genannt, nachdem das Land durch Kaiser Heinrich IV. mit Böhmen vereinigt worden war. Da kam ein böhmischer Edler, Namens Beneda, der aus seinem Vaterlande verbannt war, zum h. Benno und bat ihn um Aufnahme, die dieser ihm auch gewährte. Der Böhmenkönig aber ließ ihn auffordern unter sicherem Geleite auf Burg Guozedek zu kommen, was jener auch that, allein als dieser sich von dem König mit glatten Worten verleiten ließ, Mantel und Schwert abzulegen, da wollte dieser ihn greifen lassen, Beneda aber entriß einem Kämmerling sein Schwert und hieb diesen zuerst nieder. Da nun der König allein war, so versprach er ihm Gnade, wenn er einhalten wollte: Beneda that auch dieses, da drang der König, der mittlerweile sich wieder gefaßt [49] hatte, selbst auf ihn, wäre aber von ihm getödtet worden, wäre nicht die Wache herbeigeeilt und hätte Beneda nach tapferer Gegenwehr überwältigt. Hierauf ist dieser mit vier Pferden zerrissen und sein Körper am 11ten Juli vor dem Eingange zur Domkirche, wo sein Grabstein noch jetzt ist, beerdigt worden; das Grab umgab aber ein Heiligenschein, er machte Todte lebendig, Blinde sehend, Taube hörend, Stumme redend und Aussätzige heil, worauf man seinen Leichnam ausgrub, zusammensetzte und in die Kirche nahm, wo er dann unter die Heiligen versetzt ward.