Um ’s Kirchle ’rum

Textdaten
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Autor: Adolf Grimminger
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Titel: Um’s Kirchle ’rum
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 12, S. 183
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1867
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[183]
Um ’s Kirchle ’rum.


Wie ’s Dörfle still do drunte liegt
     Im helle Morgensonnenstral,
So feierlich in Friede g’wiegt
     Als gieng a-n Engel über’s Thal!

5
Was moinst, wenn jetzt der Pfarrer wüßt,

     Daß wir um’s Kirchle gange sind,
Und heut, statt z’ bete, g’herzt und küßt,
     Er hielt uns g’wis für gottlos G’sind.

Wär doch für unser heimlich Glück

10
     Just Sonndig net die einzig Zeit;

Denn guck, ’s wurd jeder Augenblick
     Mir ohne di zur Ewigkeit.

Doch isch net Sonndig überal
     So weit’s im Frühling grünt und blüht,

15
Und klingt do drin der Waldchoral

     Ei’m net wie Morgepsalm in’s G’müt?

Wir sind uns gut, was ist derbei?
     Liegt mir und Dir kei Arg im Sinn,
Und guck, daß d’ Lieb a Dodsünd sei,

20
     Stoht au net in der Bibel drin.


I dank mei’m Schöpfer, wo’s au wär,
     Daß er’s so gnädig will mit mir,
Und aber giengs durchs wilde Heer,
     Herzliebster Schatz, i müßt zu Dir.

25
Wär doch schon „Ueber’s Johr“ im Land

     Und unser Lieb kei G’heimniß meh,
Wie wollt i, selig Hand in Hand,
     Mit dir so gern in’s Kirchle geh!

Adolf Grimminger.