Topographia Colonia et al.: Höchst

Topographia Germaniae
Höchst
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1646, S. 16.
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[16] Höchst / oder Höest / zwischen Mäyntz / vnd Franckfurt / am Mayn / vnnd eine Meil Wegs von Franckfurt. Wilhelmus Dilichius in seiner Hessischen Chronick am 62. Blat / schreibet hievon also: Dißseit deß Mayns / nicht fern von dem Ort / da das Wasser Nidda / in Mayn fället / ist das lustige Mäyntzische Stättlein / vnnd schönes Schloß Höchst / welches vmbs Jahr 1400. vom Ertzbischoff Johann / Graffen zu Nassaw / erbawet / vnnd nicht fern davon das Stättlein Hoffheim. Bruschius, de Episcopat. German. cap. 2. p. 17. schreibet: Daß Keyser Carolus IV. diesen Ort / so damals noch ein Dorff gewesen / dem Ertzbischoff Adolpho von Mäyntz / so Anno 1388. gestorben / geschenckt / welches der ander Bischoff nach ihme / obgedachter Johannes, zu einer Statt erbawet habe. In der Limpurgischen Chronick stehet / am 56. Blat / also: Anno 1396. ward Höchst auff dem Mayn / etc. ein säuberlich Stättlein / etc. erstiegen / vnnd gewonnen / vnd zumal verbrannt. Das thäten die von Cronberg / etc. Auch soll man wissen / daß Höchst vorgenannt / vmb 40. Jahr / zu einem Stättlein / vnnd zu einer Freyheit begriffen ist worden / mit Graben / Plancken / vnd befriedet / als sich das erfordert. Goldastus in Comment. de Regn. Bohemiae, etc. lib. 3. cap. 10. p. 341. schreibet / daß Albertus Argentinensis melde / gedachter Keyser Carl / habe das Bisthumb Prag / auß Haß / gegen dem Ertzbischoff zu Mäyntz / Heinrichen von Firnenberg / zu einem Ertzbisthumb erhöcht / vnd solches / sampt der Gerechtigkeit / die König in Böheim zu crönen / deß von Mayntz Vnterthänigkeit / entzogen; vnnd nicht von dem Ertzbischoff Gerlaco, so gedachtem Henrico, succediert hat / vnd Anno 1371. gestorben ist / vmb Gelt / das ist / vmb das Stättlein Höchst am Mayn / vnnd zugethaner Zollstatt / erkaufft habe / wie Serarius wolle / welcher vnbillicher Weise wider den Bruschium, vnd andere / deßwegen sich lege. Sonsten schreibet er Serarius lib. 5. Rer. Mogunt. p. 870. et 967. daß Herrn Dechants zu Franckfurt / Johannis Latomi, geschrieben Buch von den Ertzbischoffen zu Mäyntz / wolle / daß der Name Höest / gleichsam soviel / als deß Mayns / vnd Niddae / der Flüsse / Ostium, oder Außgang / seye; darinn aber er Serarius, ihme kaum beyfallen könne. Churfürst Johannes von Mäyntz habe Anno 1404. in diesem Stättlein / das Schloß mit solchem Fleiß erbawet / daß er die Stein / Kalck / vnd dergleichen / auff seinen Schultern zugetragen / vnnd mit solchem Exempel auch seine Edelleut / vnd Freyherrn / zu dem Werck angetrieben habe: Churfürst Wolffgang Camerer von Dalberg / so Anno 1601. gestorben / habe folgends erst das Schloß allhie / so statt- vnd herrlich außgebawet. Dieses sagt Serarius: Nahend diesem Stättlein / ist Anno 1622. den 10. Junii / Hertzog Christian von Braunschweig / vom Generaln Graffen von Tilly / geschlagen / vnnd viel seines Volcks im Mayn ersäufft worden. Anno 1631. den 19. vnd 27. Novembris, ward diß Höchst von dem König auß Schweden /durch Accord / vnd hernach von beyden kriegenden Theilen / zu vnderschiedlichen malen / eingenommen / vnnd Anno 1635. das schöne Schloß von den Schwedischen abgebrannt / vnd die Thürn vnd Thor gesprengt / vnnd nach der Hand etwas wider bevestiget worden.

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