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Topographia Circuli Burgundici: Steenbergen

Topographia Germaniae
Steenbergen
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 74.
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[74] Steenbergen / oder Steinbergen / ein Städtlein nahend dem Meer / oder der See / zwo Meilen / oder / wie einer sagt / zwo Stund gehens / von Bergen op Soom gelegen / und dem Fürsten von Uranien erblich gehörig. War vor Zeiten ein mächtige Stadt / mit einem gantz wunderlichen / und weitberühmten Meerhafen / als sie noch am Meer gelegen war. Aber die Krieg / und die ungewöhnliche des Meers Ungestümmigkeit / haben solche elendiglich zerstümmelt / und zu einem geringen / und gar schlechten Ort gemacht; wie Guicciardinus von seiner Zeit berichtet. Es haben aber die Staaten / nachdem sie dieses Städtlein Anno 1590. und 1622. wieder erobert / es / sonderlich umbs Jahr 1627. und 28. zu einer Vestung gemacht / daß es nunmehr eine Belagerung wol ausstehen mag. Ward vorhero Anno 1583. von den Spanischen / Item Anno 1622. erobert. Anno 35. ist eine grosse Verrätherey allhie entdecket worden. Die Fahrt oder der Arm vom Meer allda / wird die Fliit genannt; so ein anders / als das Forst S. Vliet / so Anno 1631. Spanisch gewesen. Der Boden herumb ist fruchtbar / und gibt es da etliche Alluviones, von Thämmen eingeschlossen / so sie Polder heissen. Faminus Strada decad. 2. lib. 5. de Bello Belgico pag. 297. saget also: Praeter tumulos collesque perpetuos albicantis Sabuli, quos assiduo ejectamento congerit Mare, sibique furenti ceu compedes parat, Accolarum industria, tenaci è solo Steenberga aggeres attollit, Dunas vocant, quos ulnis minimum 10. altos, latos in imo quidem circiter 20. in summo autem tertia fermè parte angustiores, lignorum fascibus lapidibusque introrsus firmant, foris adversus arietantium ictus undarum, texta è paleis straminibusque lorica, communiunt. Sic Belgae ab assidua cum Oceano pugna, ad hostium aggressiones eludendas erudiuntur. Biß hieher von den Dunen / etc. dieser neue Autor.