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Topographia Germaniae
Lillo
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 61.
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[61] Lillo, Lilloa, 3. Meilen unter Antorff / ein sehr reiche und schöne Herrschafft / so zu deß Guicciardini Zeiten / einem Herren von Dale gehört hat. Die Antorffer haben den Ort Lillo, der Schiffart halber auff der Schelde / anfangs mit einem Wall bevestiget. Als aber die Heeren Staaten von Holland Lillo bekommen / haben sie solches mehrers verwahrt / also daß man es jetzt ein sehr vestes Holländisches Stättlein / aber auff Brabantischem boden gelegen / nennen thut / allda alle Schiff fleissig durchsucht werden; dieweil kein Schiff / wegen der gegen über liegenden vesten Schantz / Lieffenshoeck / ohne der vereinigten Stände Willen / da durchkommen kan. Und siehet man diesen Orth zu Antorff vom Thurn / wie I. Sincerus in seinem Itinerario Galliae berichtet. Hagelganß nennet Lillo einen überauß vesten Orth an der Schelde / auff welchen die Spanischen Anno 1627. ein gefährliches absehen hatten: Aber / weil ihnen die Staatische Besatzung zu hurtig / Sie es damit anstehen lassen musten / gleichwol da herumb etliche Schantzen baueten / die ihnen aber hernach Anno 1632. durch Graff Wilhelm von Nassau abgenommen worden seyn. Sihe hievon / und dem neuen Staatisch. Schloß / Friederich Heinrich / und den Schantzen herumb / auch den Neuen Guicciardin. am 119. blat. Und wie gefährlich es in gedachtem 27. Jahr mit Lillo gestanden / davon ist H. Grotius in obsidione Grollae, cum annexis illius anni, zu lesen.