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Topographia Germaniae
Löven (heute: Löwen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 62–65.
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[T7]
Topographia Circuli Burgundici (Merian) b 057 2.jpg

Lowen

[62] Löven / Lovanium. Diß ist die Hauptstatt in Brabant / so allen andern Stätten vorgehet / am ersten dem Fürsten huldiget / und hergegen auch von ihme den Eyd auffnimmet. Ligt 4. Meilen von Mecheln. Der Nahm Loven wird von ihrem Lager hergeführt / so von der Höhe / Lo genannt / sich in die Niedere und Ebne / da sich der Fluß Dilia, der durch die Statt laufft / und der Bach Vorta, gar offt ergiessen / und Pfützen machen / so in alter Sprach Vên heisset / ziehet. Der Lateinische Nahm aber kompt mehrers mit dem Lateinischen Louvain überein. Es ist aber besagtes Lager gar lustig / und weichet / wegen gesunden Luffts / keiner Statt in Brabant; Daher dann auch die Alten diesen Ort zu einer hohen Schul außersehen haben. Inner- und ausserhalb der Statt / gibt es allenthalben wässerige Felder / von welchen Hügel auffsteigen / deren theils mit Weinreben; theils mit Holtz besetzt seyn; theils Obstgärten haben; andere an den halten Früchte tragen. Daher in diesem stück Löven mit Rom verglichen / aber Lusts halber / ihr der Statt Rom / vorgezogen wird. Der Wein ist zwar nicht starck / taugt aber für die Studenten / welche ein nüchters Leben führen sollen. Es ist die Statt schier in die Runde gebaut / und hat man Anno 1427. in ihrer Abmessung befunden / daß sie grösser als Gent / Lüttich / Pariß (doch dieser Statt Vorstätte außgenommen) und Cöln / seye. Zu deß Guicciardini Zeiten / hat man gar eigentlich ihre Grösse examinirt, und befunden / daß der innere der Mauren Umkreiß 6. Italianische Meilen / daran man auffs wenigste 2. Stunden zu gehen; der äussere aber mehr als acht Meilen begreiffe. Die Stattgräben sind tieff und breit / die Mauren starck / künstlich / und schön gebaut; die Thürn dick und hoch / deren 53. alle von schönem Werck gezehlet werden: darunter sonderlich der / so de verlooren Kost / oder impensae perditae, seu supervacuae genennet wird / und den man bey heiterem Himmel / und mit scharffen Augen / auff die acht Meilwegs zu Antorff sehen kan / berühmt ist. Ward Anno 1364. erbauet. Ferner zehlet man 13. Bollwerck / 16. Auffziehbrucken / und 13. Brucken von weissem gehauenen Stein; darunter die vornehmste seyen / daß Brüßlische / Mechlische / Haspengäuische / Diestische und Parcensische. Innerhalb der Statt seynd von Kirchen sonderlich zu sehen / 1. die zu S. Peter / in welcher allerhand Grabschrifften / die Franciscus Swertius gesamblet / zu lesen. Es seyn da 18. Domherren / die / neben dem Dechant / einen Probst haben / dessen Würde gar hoch ist / und der von dem angehenden Landsfürsten den Eyd nimmet / und hernach desselben Pferd / darauff er reitet / geschanckter bekommet. 2. Die ander Pfarrkirch zu S. Michael genannt. 3. Die zu S. Jacob / so ein Stifft. Die vierdte zu S. Gertrud / so Canonicos Regulares, einen Fürstlichen Abt / und einen schönen Thurn hat: und die 5. zu S. Quintin / welches ein sehr schöne und liechte Kirchen ist. Auß den Mönchs-Clöstern ist 1. der Dominicaner / welches Hertzog Heinrich von Brabant / und seine Gemahlin Aleidis, Anno 1228. beym Fluß Dilia, oder le Thy, erbauet / welcher / wie Divaeus sagt / der allerschnelleste Fluß in Brabant ist / und in der Statt sich in etliche Aerm austheilet / aber hernach völlig wieder hinaußlauffet. 2. Der Franciscaner / welche 5. Jahr nach deß H. Francisci Tod / nemlich im Jahr 1231. hieher kommen seyn sollen. Das Closter ist alt; der Chor aber in der Kirchen neu / hoch und schön / An. 1536. erbauet; und in dieser Kirch ist Justus Lipsius begraben worden; dessen Grabschrifft / so er ihme selber gemacht / also lautet:

Queis heic sepultus, quaeris? ipse edisseram,
Nuper loquutus et stilo st linguâ fui;
Nunc alteri licebit. Ego sum Lispius!

[63]

Cui literae dant nomen, et tuus favor.
Sed nomen. Ipse abivi; abibit hoc quoque;
Et nihil hic Orbis, quod perennet, possidet.
Vis altiore voce me tecum loqui?
Humana cuncta, fumus, umbra, vanitas,
Et scenae imago, et, ut verbo absolvam, Nihil.
Extremum hoc te alloquor:
Aeternùm ut gaudeam, tu apprecare.

Als er Anno 1606. den 23. Mertzen / dem Tode nahend war / hat er das Bild deß am Creutz hangenden Christi offtmals umbfangen / und ein weil den Nahmen Jesu / ein weil Mariä angeruffen / und ist darauff umb Mitternacht / im 59. Jahr seines Alters / sanfft und lind eingeschlaffen. Sein Ehrn-Gedächtnüß von Marmolstein vor der H. Jungfrauen Mariä Altar / da er alle Tag sein Gebet zu thun im Brauch gehabt / sampt der Statua, oder Bildnuß / hat seine hinterlassene Wittib / auß eignem Vermögen auffrichten; seine Gebein aber der Rath und das Volck von Antorff / auch in einen Marmolsteinern Sarch legen lassen; wie Aubert. Miraeus in Elogiis Belgicis, p. 161. seq. berichtet; daselbsten sein / deß Lipsii, gantzes Leben nach der Länge zu lesen. 3. Das Cartheuser Closter ligt zwar in der Statt / aber an einem solchen einsamen Ort / daß die Mönch auch ausser der Statt nicht wohl einen bessern Orth begehren solten. Dann man findet in der Statt Wiesen / Weinberge / Gärten / Aecker / Felder / Viehweyde / kleine Wäldlin / und dergleichen / daher auch die Statt so groß in ihrem Begriff ist. Deß besagten Closters Gebäu aber solle seines gleichen bey diesen Ordensleuten in Niederland nit haben. 4. Der Jesuiter Collegium, deren anfangs nur zween allhie gewest seyn. Von den übrigen Clöstern / darunter 9. der Nonnen gezehlet werden / mag man Divaeum lib. 7. rer. Brab. Lipsium in Lovanio, und J. B. Gramaye in seinen Antiquitatibus Ducatus Brabantiae, und daselbst in Beschreibung der Statt Löven p. 50. seq. lesen. Zu welchen man das grosse Spital von der Hertzogin Sophia / der H. Elisabeth Tochter gestifftet / thun kan / darinn die Weiber den Krancken fleissig warten / und was ihnen zu Trost und Wiederbringung der Gesundheit / nutzlich / herbey zuschaffen / und zu bringen / nicht unterlassen. Und schreibet Miraeus in Fast. p. 117. daß Maria Sulperia, die A. 1600. gestorben / 40. Jahr lang den Krancken ohne unterlaß / darinn auffgewartet oder gedienet habe. Auf diese Gottshäuser folget die Universität / welche Hertzog Johannes IV. zu Brabant An. 1426. den 2. Octobr. allhie angeordnet / und Pabst Martinus V. confirmirt haben. Ist eine Tochter der Cölnischen / wird aber der Zeit selbiger vorgezogen; weiln nicht allein ein grosse Menge der Studenten / und ein grosse Anzahl Lehrer / in allen Wissenschafften / allhie zu befinden; Sondern auch der Ort über die massen darzu bequem ist; also daß man darfür hält / es seye seines gleichen weder in Italia, Franckreich und Spanien; noch auch in Teutschland / anzutreffen; inmassen solcher allbereit hieoben unterschiedlich beschrieben worden. Der Rector, sampt der hohen Schul Rath haben völligen Gewalt über die Studenten; und gehen ihme / dem Rectori, der vom gedachten Rath alle halbe Jahr erwehlet wird / auff den Festtagen / und offentlichen Umbgängen / 8. Diener / ein jeder mit einem silbern; sonsten aber allwegen einer mit einem grossen Scepter vor / und folgen etliche Diener hinnach. Nicol. Vernulaeus schreibet de Acad. Lovan. daß der Rector ein geistlicher / lediges Stands / auch keinen Orden zugethan seyn müsse: Wer verheurahtet / werde nicht Rector: und dieser der Universität Rector weiche auch dem Päbstl. Nuncio nicht / es seyn dann / daß derselbe ein Cardinal / oder zugleich Legatus à latere sey; wie er ferners und mit ihme Conringius de Antiquit. Acad. p. 160. berichtet. Wann ein Burger einen Studenten zu verklagen / muß er es vor dem Rector thun: so aber ein Student wider einen Burger etwas hat / so bringt er sein Klag nicht für dem Statt-Rath / sondern dem Conservatorn, oder Beschützer / [64] und Verwahrer der Hohen Schul Freyheiten / an / so gemeinlich der Apt zu S. Gertruden ist / der einen Rechtsgelehrten zum Beysitzer hat. Und können die Studenten dahin auß gantz Brabant / die / wider welche sie etwas zu klagen / oder ein Schuld zufordern / mit ihrem grossen Nutzen / (weil sie keinen Fuß / wann sie es nicht gern thun / für die Statt deßwegen setzen dörffen) laden. Und wer nicht Gehorsam leistet / den mag der besagte Conservator in den bann thun. Und wann einer auch solches verachtet / so wird alsdann ein Weltlicher Richter wider ihn ersuchet. Es hat die Hohe Schul auch ihren Cantzler / so der nächste nach dem Rector / aber ohne Jurisdiction / und der Zeit der Probst zu S. Peter allhie ist / welcher auß Bäpstischer Macht zulässet / daß man Magistros, Licentiatos und Doctores machen darff. Der Faculteten seyn 5. als der H. Schrifft / deß Bäpstischen Rechts / der Käyserl. Rechten / der Artzney / und der freyen Künsten. Auß deren Professoribus der SchulRath bestehet. Was die Collegia anbetrifft / so ist erstlich das Alte / so man Halas, und jetzt Athenaeum nennet / in welchem / in 5. Leßzimmern / oder Auditoriis, die H. Schrifft / Rechten / und Artzney / gelehret werden. Und hat an diesem Ort auch obgedachter Lipsius die Historien und Antiquiteten erklärt / und ihn die Infantin auß Hispania und Ertzhertzogin zu Oesterreich / Fr. Isabella Clara Eugenia offentlich An. 1599. gehört. Hernach seyn 4. offne Schulen / darinn die guten Künsten gelesen werden / in welchen aber die Studenten nicht so frey seyn wie in dem obern ersten Collegio, sondern müssen / wann sie aussen bleiben / umb Erlaubnuß bitten. Zu welchen man thut das Collegium Buslidianum, in welchem die Hebräisch / Griechisch / und Lateinische Sprachen gelehret werden. Es seyn auch viel andre Collegia, in welchen Junge Studenten ihre Wohnungen und Unterhalt haben; auß welchem sonderlich prächtig ist das / so Babst Hadrianus VI. erbauen lassen / welcher als Er angefangen / allhie Dechant zu S. Peter gewest ist; wie hievon weitläuffig beym besagten Lipsio in Lov. und I. B. Gramaye in Lov. vom 71. biß aufs 98. bl. zu lesen ist. Auß den Weltlichen Gebäuen ist insonderheit das sehr prächtige Rahthauß zu besichtigen / gantz von gehauenem Stein erbauet / und mit Figuren und Sinnen-Bildern gezieret. 2. Die Burg / oder das Schloß an der Stattmauren / gegen Mecheln zu / gelegen / so nunmehr gar alt / und vorzeiten der Grafen von Löven (denen neben Löven auch Brüssel / Antorff und Nivell; wie Iac. Meyer l. 2. rer. Flandric. fol. 25. schreibet / gehört haben) Sitz gewesen / allda sie auch wegen deß reinen gesunden Luffts / und sehr schönen Außsehens / ihre Kinder erzogen haben. Hat einen Brunnen / so 130. Schuh tieff / und gibt solcher auß der Tieffe herauff einen Widerhall 3. Die Wasserschleussen 4. Die 9. offentliche Märckt / oder Plätz / darauff man kaufft und verkaufft. Ferners seyn allhie zu sehen / die 14. Wassermühlen / 12. Gassen / so mitten durch die Statt gehen / 140. Nebengassen / 16. steinerne Brucken / 4. offentliche Brůnn: etliche Paläst / als deren von Croye, Schoon-Vorst / Nassau / und von Berg; Deß obged. Lipsii Hauß / und darinn seine drey liebe Hund / Sapphirus, Mopsulus und Mopsus, abgemahlter / sampt den schrifften darbey. Es hat viel Adeliche Geschlechte allda / von denen obgedachte Autores zu lesen. Der Statt Rath bestehet von 21. Personen / darunter 2. Burgermeister / und absonderlich sieben Schöpffen. Das WeberHandwerck ist vor Jahren sehr mächtig alhie gewesen / so etlich viel 1000. Personen unterhalten; wie hievon besagte Lipsius und Gramaye auffzuschlagen. Es hatte auch viel Tuchmacher da / so sich hernach in Engelland begeben. Daher die Statt ins Abnemmen gerathen / daß von der alten Herrligkeit nur noch ein Schatten übrig; wiewol die Hohe Schul etlicher massen den Schaden ersetzen thut; aber die Menge deß Volcks wird schwerlich mehr auffzubringen seyn. Und hat sie die Statt viel Unglück erlitten / deren die fürnehmste sich begeben. 1. Durchs Wasser / in den Jahren 1156. 1221. 1407. 1464. 1500. 1532. 1569. und 1573. 2. Vom Feuer / Anno 1130. 1173. 1326. 1518. 1532. 3. Durch [65] Hagel / Wind / Donner / Regen etc. Anno 1305. 1316. 1343. 1380. 1434. 1439. 1454. 1464. 1479. 1480. 1513. 1516. 1543. 1569. 1606. 4. Durch die Pest / Anno 1319. 1418. 1458. 1578. (in welchem Jahr 44. tausent Personen allhie gestorben seyn.) 5. Durch Thewrung / Anno 1315. 1437. 1522. 1557. 1587. 9. Von innerlichen Empörungen / Anno 1219. 1350. 1379. 1477. Und dann 7. durch Krieg / in den Jahren 737. 880. oder 885. 1012. 1356. 1542. 1572. (da sie der Printz von Oranien gebrandschatzt) 1578. (da die Statt die Spanischen einbekommen) und 1635. in welchem Jahr sie Printz Friederich Heinrich von Uranien / mit den Statischen Völckern / neben dem Frantzösischen Marschal von Chastillon, belagert; aber / wegen allerhand Verhinderung / nichts fruchtbarlichs in geschafft hat. Wer ein mehrers von dieser Statt zu wissen begehrt / der lese neben den oben benamsten Autorn / auch den P. Divaeum lib. 1. rer. Brabant. cap. 4. (alda er sagt / daß der alte Chronick-Schreiber Regino, so umbs Jahr 900. gelebt / in den Geschichten deß 884. Jahrs / am ersten dieses Lövens gedencke /) bey deme ingleichem von den vornehmen Herren-Stands Geschlechten umb Löven / deren etliche deß Hertzogthumbs Brabant Erb-Aempter tragen / zu finden: Item Lud. Guicciardin. in Beschreibung deß Niederlands fol. 49. seqq. G. Braun / im 1. und 3. seines Stättbuchs / C. Ens in deliciis apodem. p. 115. und insonderheit Abrah. Goelnitz. in Ulysse Belgico, p. 95. seqq.

Es werden unter das Lövische Gebiet gerechnet / etliche Stättlein / als Diest / Arschot / und Sichen / mit ihren Zugehörungen. Item die Vogteyen / Wesemael / und Winsemeel / ein freye Herrschafft / Rode / oder Rodium S. Agatheae, ein vornehme Herrschafft / und die Vogtey Herenten. Sonsten ligen ungefehr in der ersten Meil Wegs von der Statt 7. Clöster / unter welchen das Vlierbachische / die Probstey S. Mariae zu Bethleem; die Abbtey Park (darinn Canonici regulares, wie Gramaye schreibet; und daß es ein lustiger Orth / von Gehöltz / Fischweyern / Bächlein / und Wiesen / sey / ein anderer sagen thut): und dann das Jungfrawen-Closter S. Augustini Ordens / Banck; so einen Steinwurff von dem Thor gelegen; in welchem der newe angehende Landsfürst / ehe er in die Statt Löven reitet / bey S. Georgen Altar / auch einen Ayd zu thun / und nach verrichtem Gebet / dem Closter etwas zu verehren pfleget. Obgedachte Nonnen allhie seyn verbunden über die Aussätzige zu erkennen / und wann sie solche darfür geurtheilet / dieselbe / so sie von Löven / oder Heverle seyn / auffzunehmen / und zu unterhalten. Von jetztgedachtem Heverle / oder Heverlea, ist oben im H. allbereit gesagt worden. Matthaeus Raderus, in Bavaria sancta, vol. 2. schreibet / daß zwischen Löven / und Fura, oder Tervuren / (davon oben in dem Beschluß der Beschreibung Brüssel) deß H. Creutzes Closter / und darin die H. Verona, lige / von der Jacobus Mennelius, in Sanctis Austriae, zu lesen. Ihr Vatter seye gewesen Ludovicus, erstlich König in Bayern / hernach in Austrasien / oder Lothringen / genant / ein Sohn Keyser Ludwigs deß Ersten. Man habe sie / als sie zu Meyntz / im Jahr 908. gestorben / hieher in das gedachte Closter mit der Zeit geführt. Molanus, in Sanct. Belg. gebe ihr zu einem Bruder / den H. Veronum, der jetzt zu Bergen im Hennegöw ruhet. Er Raderus vermeynet / daß Verona, und Veronus, deß König Ludwigs in Bayern / nicht eheliche / sondern uneheliche Kinder gewesen / es wäre dann / daß sie vom Ludwigen / deß gedachten frommen Keyser Ludwigs Enckel / herkommen; dieweil in dem Leben König Ludwigs in Bayern / in den Brieffen / und bey den Fränckischen Scribenten / ihrer nicht gedacht werde.