Topographia Circuli Burgundici: Carpia

Topographia Germaniae
Carpia (heute: Kerpen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 48–49.
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[48] Carpia / Carpen / von welchem Ort beym Guicciardino, in beschreibung deß Hertzogthumbs Limburg / stehet / daß Er / zwischen dem Land Gülich und Cöln / zwo Meilen vom Rhein lige; seye ein grosses / und fast einem Stättlein vergleichendes Dorff / so wegen seiner Collegiat Kirchen / auch deß Wochen- und Jahrmarcks berühmt. An dem Dorff lige das veste Schloß / so mit einander eine absonderliche nicht geringe Herrschafft machen / so vor Jahren seinen eigenen Herren gehabt; die aber Hertzog Iohannes I. in Brabant von den Herren Gymnicis erkaufft / und zu den andern Herrschafften über der Maas geschlagen; habe gleichwohl ihren eigenen Hauptmann / und werde stets mit einer starcken Besatzung versehen. Fast gleiches / wiewol mit wenigern Worten / berichtet auch der NeueAtlas / und sagt / daß das Castell allhie An. 1568. der Printz von Uranien eingenommen / und besetzt habe. Aegidius Gelenius p. 143. de magnit. Coloniae saget im Jahr 1645. von diesem Ort also: Kerpena, quam nunc Hispani, velut regiam arcem possident, ex quo Johannes Primus Dux Brabantiae eam à Geminichianis, teste Divaeo, emit. Famian. Strada aber schreibet / daß die Stättlein Kerpen / und Erkulens / umb den Anfang [49] deß 1579. Jahrs / sampt dem Schloß bey Cherpen / in der Spanier Gewalt kommen seyen. Andere setzen auch ein Kerpen / so eine Vestung im Gülcher Land / so Anno 1638. die Spanier den Staaten mit Accord abgenommen. Die Tafeln haben Kerpen zwischen Düren / und Cölln / am Fluß Erpe.