Topographia Braunschweig Lüneburg: Münder

Topographia Germaniae
Münder (heute: Bad Münder am Deister)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 159.
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Münder (Merian).jpg
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Münder.

Dieses ist eine fast alte Braunschweigische Lüneburgische / deß Fürstenthumbs Calenberg / an dem Hamelfluß / zwischen dreyen Bergen / Sontha / Osterberg / vnd Diester / vnd den Aemptern Copenbrügge / Springe / vnd Lawenaw / zwo Meile von der Statt Hameln gelegen / scheinet als ob sie von solcher ihrer Situation ihren Nahmen bekommen / dann in den alten briefflichen noch übrigen Vhrkunden dieselbige Monter, vnd Montria, quasi jacens inter tres montes, genennet wird. Man hält dafür / daß in den grossen vnd langwierigen Kriegen / zwischen Carolo Magno, vnd Wedekindo Saxone, die Sachsen vnweit von dieser Statt ihr Feldlager vff eine zeitlang an dem Hulsebring geschlagen haben / vnd werden die Anzeigungen noch jetzo allda gesehen.

Anno 1483. ist Sie von den Bischoffen zu Oßnabruck / Minden / vnd Paderborn / auch den Grafen von der Lippe / damahligen Braunschweigischen Feinden / in der Erndte Zeit einen gantzen Tag vergeblich gestürmet worden.

Anno 1519. ist Sie in der damahligen Hildesheimischen Stifftsfehde gantz eingeäschert / vnd bey newlichsten Krieges-Vnwesen auch sehr viel außgestanden. Es ist auch ein Saltzwerck vor der Statt / vnd nehren sich die Bürger vom Ackerbaw / Bierbrawen / vnd Handwercken.