Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae: Schlackenwerd

Topographia Germaniae
Schlackenwerd (heute: Ostrov nad Ohří)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 74.
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Schlackenwerd / Wostrow.

Ein Städtlein / welches vor etlich hundert Jahren / Herr Schlacko von Risenberg gebauet haben solle / wie Bruschius in Beschreibung deß Fichtelbergs meldet: zu dessen Zeiten / umms Jahr 1542. dieser Ort Herrn Caspar Schlicken zugehört; dessen Vorfahren einem / nemlich Herrn Caspar Schlicken / solchen / sammt der Herrschafft Stein / Käiser Sigismund verehret hat. Die Böhmen nennen diß Städtlein Wostrow / und das Wasser / so dardurch fleußt / Wesseritz / das zwischen Carlsbad und Engelshauß / oder Angelskahora / in die Eger fällt. Anno 1631. im Christmonat ist Schlackenwerd vom Churfürsten zu Sachsen eingenommen worden. Soll einen trefflichen neu-erbauten Lust-Garten da haben / darauff in die 60. tausend Reichsthaler verwendet worden seyn sollen. Weme aber dieser Ort der Zeit gehörig / ist uns nicht eigendlich wissend.

[T21]
Schlackenwerth (Merian).jpg