Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae: Johannesberg

Topographia Germaniae
Johannesberg (heute: Janov nad Nisou)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 155.
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Johannesberg.

Hart an dem Städtlein Jawernick / im Neissischen Fürstenthum / darauff der Bischoff zu Breßlau / ein vestes Hauß hat. Joh. Angelius à Wertenhagen, part. 3. de Rebusp. Hanseat. cap. 23. fol. 342. a. wie auch offtgedachter Melchias Nehel / in Chronographia decennali, oder der zehenjährigen Historischen Erzehlung aller fürnehmsten Geschichten und Handlungen / welche vom Anfang der Chur-Sächsischen Armée, vom 1631. biß auffs 1641. Jahr sich begeben und zugetragen / am 294. Blat / setzen unter die Städte deß Fürstenthums Schweinitz / die Stadt Johannesberg; davon aber in der Schlesischen Chronik nichts / aber wol obgedachte Vestung / oder Schloß / Johannesberg / im Neissischen / zu finden. So wollen auch die Land-Tafeln davon nichts anzeigen. In dem V. Theil deß Theatri Europaei, stehet fol. 1322. b. und 1377. b. daß Anno 1647. die Schwedischen das Schloß Johannesberg / 3. Stund von Glatz occupirt / und mit 100. Tragonern besetzt hätten. Als aber hernach der Schwedische Commendant auff diesem Schloß Johannesberg / mit seinen Völckern / auß- und abziehen wollen / habe demselben der Käiserliche Rittmeister Gärtner auß Glatz auffgepaßt / und selbige / als sie vom Schloß herunter auff die Viehweid kommen / hinterhauen. Worauff der Commendant / mit den Officirern / alsbald durchgangen; theils Mußquetirer aber sich wieder zurück auff das Schloß begeben wollen / mit welchem die Gärtnerische Reuter zugleich hinein kommen / theils nidergemacht / theils auff Begehren / Quartier geben / und über 50. Mann / samt 5. geladenen Rüstwägen / auch viel Proviant überkommen.