Textdaten
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Autor:
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Titel: Spitzenwäsche
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aus: Die Gartenlaube, Heft 7, S. 228
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[228] Spitzenwäsche. Die moderne vielfache Verwendung der Spitzen zu Jabots, Krausen und Besätzen läßt auch die Frage nach der besten Waschmanier aufs neue erstehen. Am einfachsten dafür ist ein sogenannter Spitzenwäscher (ein mir Löchern versehener Porzellancylinder), in seiner Ermangelung kann man aber ganz gut eine Mineralwasserflasche nehmen, auf deren Cylinder man ein Stück Mull durch Zusammenziehen an Boden und Hals befestigt. Dies bleibt ein für allemal daran. Auf den Ueberzug windet man nun die schmutzigen Spitzen, eine über die andere, glatt auf, befestigt sie hier und da mit laugen Stichen und bedeckt das Ganze mit einem Stück Gaze, das gleichfalls festgeheftet wird. Hierauf seift man die benetzte Flasche tüchtig ein, läßt sie ein paar Stunden ruhen, taucht sie dann in lauwarmes Wasser und rollt sie mehrere Minuten auf dem Tisch hin und her, wobei der Hauptschmutz bereits herausfließt. Dann legt man sie zugekorkt in eine im großen Waschtopf vorher bereitete Seife und Sodabrühe, läßt sie zum Kochen kommen und 10 Minuten in der wallenden Brühe herumtanzen. Dann spült man erst im heißen, hierauf im kalten Wasser rein und löst endlich die Spitzen, die nun blendend weiß sind, vorsichtig von der Flasche los.

Selbst die geringwertigsten Gewebe bleiben bei diesem Verfahren unverändert. Wenn man sie vor dem Einschlagen zum Bügeln durch ein ganz leichtes Gelatinewasser zieht (1 Tafel Gelatine auf l l/2 Liter Wasser), so erhalten sie eine leichte Appretur ohne Seife.