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der Krankheit des Herrn Professor Krüger als Stellvertreter betraut gewesen war.

Mit interimistischer Versehung der Secretariatsfunctionen ist seit Monat October 1856 durch Verordnung des Königl. Ministeriums des Innern der Referendar in genanntem Ministerium, Herr M. L Wiessner beauftragt.

Die am 9. April stattfindende Feier des Geburtstages eines der dem akademischen Rathe am längsten angehörigen Mitglieder, des Herrn Johann Gottlob von Quandt auf Dittersbach, gab der Akademie und der hiesigen Künstlerschaft eine willkommene Veranlassung, dem um die Kunst und die Künstler in Sachsen im Allgemeinen, und um die gegenwärtig bestehende Organisation der Akademie insbesondere hochverdienten rüstigen Greise manichfache Beweise ihres Dankes und ihrer Verehrung darzubringen, welche am 16. April seiten des Vereins jüngerer Künstler noch einen öffentlichen Ausdruck durch Veranstaltung eines glänzenden Fackelzugs fanden, der sich unter Vortritt eines starken Militärmusikcorps und unter Theilnahme des Sängervereins Orpheus von dem Akademiegebäude auf der Brühlschen Terrasse nach der Elbe, dann dieselbe auf einem Dampfschiffe übersetzend, an den jenseitigen Wiesen entlang nach der Flussseite des v. Quandt’schen Hauses sich bewegte und dem Gefeierten ein von ihm mit herzlicher Rede erwiedertes Ständchen brachte. Eine ganz besondere Auszeichnung wurde dem Gefeierten dadurch zu Theil, dass Se. Maj. der König geruhte, demselben