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Seite:Thomas Lirer Schwäbische Chronik.djvu/99

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er sie ob sie teütsch künde. do sprach sie. nit vil. do wolt er sie an griffen haben. do sprach sie in ir sproch. er sölt die hend bey ym beheben. do gedacht er wol wie redet sie meiner frawen Elisa so gleich. vnd ward gar von hertzen traurig. vnd do gedacht sie auch. wie redet der meinem Arbogast so gleich. Da sprach der graf Albrecht. Wol auff wir wöllen hin weg gan. Da sprach Amisa. Fraw wer ist der der an eüch gesessen ist. Sie sprach. Ich waiß nit. wol ret er meinem lieben Arbogast so gleich. das mir gleich an meinem hertzen we ist worden. Allso sprach Arbogast zuo graff Albrechten. Ach lieber herr wol ret die fraw nainßwer ainer frawen so gleich das mir geleich an meinem hertzen wee ist worden. Da sprach er. Ist dir erst wee worden. ich mainet ich wölt dir ain lang zeit kurtz machen. Da sprach er. Ich förcht sie imermer die ich main. Da sprach graf Albrecht. Gott ist aller gnaden zuo trawen. Vnd morgens früe kam graff Albrecht zuo Elisa sitzent an dem fenster vnd luogent dort hin úber in gene beü. vnd wenn ich dann zuo eüch kum so sagent mir was ir gesehen habent. vnd gieng zuo Arbogast vnd sprach. Gang mit mir dort hin úber vnd sich wie der wirt ain schöne frawen hab. Vnd do er sie sach do bran er vnder den augen als ain feür vnd sprach. Wär es müglich zuo reden. es ist aber vnd kan nit gesein so wär doch die fraw ainer frawen so gleich das ich geren ain leiplichen tod wölt leiden das ich sie noch west. Da sprach graff Albrecht. Nun thuo es von der liebsten willen die du habest vnd sing mir ain tageweiß. so du mainst das die liebest vor hab von dir gehört. vnd gieng damit von ym vnd kam zuo Elisa vnd sprach. Fraw was thuond ir. Da sprach sie. Da sitz ich vnd mir ist weder wol noch wee. Lieber

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Thomas Lirer: Schwäbische Chronik. Ulm: Konrad Dinckmut, 1486, Blatt 49r. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Thomas_Lirer_Schw%C3%A4bische_Chronik.djvu/99&oldid=- (Version vom 1.8.2018)