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Seite:Thomas Lirer Schwäbische Chronik.djvu/46

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wolt der schreiber mer haben. do wolt yms der herr nit geben. Da kam der schreiber zuo dem herren von Aißlingen vnd sprach. wölt er yn nit melden vnd ym ain behausung bauwen dahin er ym wolt sagen. so wolt er ym vnd seinem vetern zuo dem erb helffen. vnd thet er das nit so sölt er yn töten. Das sagt er ym zuo. vnd bauwet ym ain vest auff ain hochen berg vnd gab ym die ein. Da wolt ym der schreiber nit halten. vnd muostent die zwen herren baid ir freünd vnd guot günner anruoffen vnd nament zuo yn den von Bernegk. den von Rotenburg. Seiffrid von Stauffn. Wilpart von Erenberg vnd zugent für den schreiber. do begeret er das man ym das leben friste so wölt er sagen wie es ain gestalt het. Sie fristent ym das leben. Da saget er yn gantz wie es er ergangen was. Da nam yn der herr von Aislingen vnd fürt yn mit ym. Da er yn haim bracht do fragt er yn von wannen er wär. do sagt er ym er wär von Dietrich beren vnd wär des geschlächts die man nannt von feigen. vnd ain plowen schilt fürten vnd darin drei grün feigen. er het auch weib vnd kind vnd wär an zeitlichem guot arm worden. vnd sagt wie sein vordern von Jerusalem wären kumen. vnd von Kaiphas geschlächt geboren. dann Kaiphas het ain bruoder der hieß Malchus der het vil kind gehebt. vnder den warent zwen guot maister in der schwartzen kunst. der ain hieß Symon der ander Dalmar. die kamen baid úber mör. Symon in ain stat genant Gent. Dalmar in Lamparten gen Bern. allso ist vnser geschlächt herkumen úber mör. Allso ward dem herren von Aislingen vnd seim vetern von Wolffsreüt geraten das sie nach dem von Dillingen stalten. Das theten sie vnd fundent yn in aim kastel das hieß Lawingen. vnd gleich von stundan fürten sie yn für den künig

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Thomas Lirer: Schwäbische Chronik. Ulm: Konrad Dinckmut, 1486, Blatt 22v. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Thomas_Lirer_Schw%C3%A4bische_Chronik.djvu/46&oldid=- (Version vom 1.8.2018)