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den Fremden und Badegästen, zu besserer Ortsbezeichnung und Orientirung. Er wohnt an „Klempin’s Klapp“, oder gegenüber von „Jahnke’s Klapp.“ Zwischen diesen verschiedenen Flößen beziehungsweise Waschbänken, zog sich immer ein bestimmt abgegrenztes Stück Bollwerkwandung und hier lag die Mehrzahl der Schiffe, Winters oft in drei, vier Reihen hintereinander. Die Bemannung fehlte um diese Zeit und nur ein aus dem Küchenrohr aufsteigender Rauch oder noch häufiger ein auf einem kleinen Berge von Segeltuch, wenn nicht auf seiner Hütte sitzender und die Vorübergehenden anblaffender Spitz, gab Zeugniß davon, daß die Schiffsräume nicht ganz ohne Bewachung seien. War dann im Frühling die Swine wieder eisfrei, so begann sich alsbald Alles wie mit Zauberschlag zu beleben und das Treiben am Strom hin zeigte, daß die Zeit zur Ausfahrt wieder nahe sei. Dann wurde der Schiffskörper auf die Seite gelegt, um ihn auf etwaige Schäden hin besser untersuchen zu können und waren diese gefunden, so sah man, am anderen Tage schon, an der betreffenden Bollwerkstelle, kleine mit Holzspähnen und zerfaserten alten Tauenden unterhaltene Feuer, in deren Mitte das Pech in eisernen Grapen brodelte. Ganze Haufen von Werg daneben. Und nun begann

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Theodor Fontane: Meine Kinderjahre. Berlin: F. Fontane & Co., 1894, Seite 81. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Theodor_Fontane_%E2%80%93_Meine_Kinderjahre.djvu/089&oldid=- (Version vom 1.8.2018)