Seite:Schreiben aus dem Hohenlohischen im März 1791.pdf/19

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

erhöhten Art, fortgezahlet werden. Wie gesagt, die Sache wäre unglaublich, wenn sie nicht wirklich wäre. Aber ich verbitte alle Mißdeutung! Als der beste Ausleger meiner Worte und Intention erkläre ich für mich und meinen Freund, daß es Blödsinn seyn würde, es dem weisen Regenten dieses Landes zur Last legen zu wollen. Es ist tausend gegen eins zu wetten, daß dieser gute Fürst nichts von dieser Entziehung einer alten, wohlhergebrachten und an Besoldungs Statt genossenen Befreyung weiß. Und wie sollte er es, da sie fast schon vor 40 Jahren geschehen ist? Ja hundert gegen eins wette selbst ich, der ich Alexandern nur in der Entfernung verehre, der ich nie das Glück gehabt, Ihn zu sehen, aber gleichwohl Ihn als einen höchst wohlthätigen Landesvater kenne, ich wette, sage ich, daß, wenn Ihm je diese Sache vorgestellt würde, die Dienerschaft auf der Stelle ihr altes Beneficium der Ungeldsbefreyung wieder erhalten würde. Und damit niemand diese meine Behauptung für ein fades Compliment halte, so belege ich sie mit unwiderleglichen Gründen:

1) Alexander liebt und schätzt einen treuen Diener.