Seite:Ruschk921b.pdf/3

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

verschmelzen, so daß häufig Übergänge und sogar bei derselben Art verschiedene Bildungen auftreten können, wie Kurdjumov für Eupteromalus nidulans Thoms. (syn. Pteromalus egregius Howard und Fiske) nachgewiesen hat1). Unter der Annahme, daß die linke Mandibel als dreizähnig zu betrachten sei, führt ein Bestimmungsversuch nach Ashmeads Tabellen zur Gattung Mormoniella Ashm., deren Typus M. brevicoruis Ashm. auf der nächsten Seite auch als Typus der Gattung Nasonia in der Tribus Entelini aufgestellt wird.

Nun verwickelt sich die Frage noch weiter. Die typische Art der beiden letztgenannten Gattungen, die von A. A. Girault aus den Tönnchen von Musca domestica und Phormia regina zahlreich erzogen und unter dem Namen Nasonia brevicornis Ashm. sehr ausführlich behandelt wurde2), ist völlig identisch mit Pteromalus abnormis Boheman, der auch im Wiener Museum vertreten ist, und zwar aus Fliegentönnchen in Schwalbennestern erzogen. Kurdjumov, der diese Art im Wiener Museum sah, zählt sie ebenfalls zur Gattung Lariophagus (allerdings mit dem Vorbehalte, daß sie einen Übergang zu Mormoniella bilde), so daß diese nach der Priorität eigentlich Mormoniella heißen sollte. Trotz vielfacher Übereinstimmung und naher Verwandtschaft halte ich aber doch die Trennung beider Gattungen für gerechtfertigt; beide sind wegen des vorgewölbten Untergesichtes, der teilweise fehlenden Bewimperung der Vorderflügel und der Punktierung des Medialsegmentes in die Nähe von Coelopisthia Först. einzureihen.

Von den übrigen Arten, die Kurdjumov zu Lariophagus stellt, ist Pteromalus vitripennis Först., dessen Typen nur vorliegen, sicherlich auszuscheiden. Die anderen drei Arten, Pt. hilaris Först., Klugii Ratzbg. und muscarum Ratzbg. sind mir unbekannt.