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Sache scheint sich zu machen. Warum zögern Sie jetzt noch mit der Unterschrift des Ehevertrags, da Sie doch schon um die Hand der Präsidentin förmlich geworben, da Sie bereits ihre Zusage erhalten haben?

Hauptmann. Jetzt zögere ich nicht mehr – es war eine Grille – gleichviel – jetzt bin ich zu Allem bereit. (Heftiger.) Auf der Stelle, in diesem Augenblicke, wenn Sie wollen!

Marquis. Madame gab mir den Auftrag, als einem alten Freunde ihres Hauses, und ich vollführe ihn mit Freuden. Da es Ihnen also gefällig ist, gehen wir zum Notar.

Hauptmann. Ich bin bereit.

(Beide ab.)


Vierter Auftritt.
Präsidentin.

Endlich habe ich mein Ziel erreicht. Brav gemacht, Herr Marquis! Es war die höchste Zeit, denn den Prozeß konnte ich nicht gewinnen. Also mein ist jetzt das schöne Gut und – nun, warum soll ich es mir nicht selbst gestehen – der Hauptmann dazu ist mir nicht unlieb. Das Geschäft war gut: einen hübschen Mann und ein schönes Gut mit einem Schlage.


Fünfter Auftritt.
Präsidentin, Bedienter, gleich darauf Justi.

Bedienter (meldet). Herr Justi. (Ab.)

Justi (tritt ein).

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Roderich Benedix: Das bemooste Haupt oder Der lange Israël. J. J. Weber, Leipzig 1846, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Roderich_Benedix_-_Das_bemooste_Haupt_(Leipzig_1846).pdf/7&oldid=- (Version vom 18.5.2020)