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kommt, und welche er Allen zur Bewirkung ihrer Seligkeit verliehen hat, Gehör geben? Wollt ihr eure Gedanken, Worte und Werke, in dem Lichte dieser göttlichen Gnade prüfen und abmessen, welche Alle, die sie lieben, lehret, „das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste zu verleugnen, und mäßig, gerecht und gottselig in dieser Welt zu leben?“[1] so könnet ihr mit fester Zuversicht auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsere Heilandes Jesu Christi warten."[2] Wohlan! Laßt es so seyn, ihr Christen! Entfliehet dem zukünftigen Zorne! Warum wollt ihr sterben? Laßt es an der verflossenen Zeit genug seyn! Bedenket, daß ohne Kreuz keine Krone zu hoffen ist! Erkaufet die Zeit; denn die Tage sind böse, und der eurigen werden nur noch wenige seyn. [3] Darum „begürtet die Lenden eures Gemüths; seid nüchtern, wachet, betet, und beharret bis ans Ende. Und zu eurer Aufmunterung und zu eurem Troste erinnert euch, „daß Alle, die mit Geduld in guten Werken nach dem ewigen Leben trachten, auch Preis, Ehre und Unsterblichkeit in dem Reiche des Vaters ernten werden;[4] denn sein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen!



  1. Tit. 2, 11. 12.
  2. V. 13.
  3. Eph. 5, 16.
  4. Röm. 2, 7.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 365. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/373&oldid=3378605 (Version vom 1.8.2018)