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mehr, als irgend ein anderes Land in der Welt, lächerlich gemacht wird. Denn nirgend findet man, so viel ich weiß, mehr betrügerische Marktschreier und Quacksalber, Seiltänzer, Taschendiebe, profane Komödianten und Gaukler, zur großen Herabwürdigung der Religion und zur Schande der Regierung; wodurch dann das Volk zum Müßiggange, zur Verschwendung und zu Ausschweifungen verführt, der heilige Geist betrübt, und der Allmächtige gereitzt wird, seine Gerichte, die vor der Thür sind, herein brechen zu lassen und endlich den Ausspruch zu thun: „Wer böse ist, sei immerhin böse.“[1] – Daher können wir nicht anders, als unsere Stimmen laut erheben, und sowohl durch unsere Lehre, als auch durch unsern Lebenswandel, gegen die eitlen Mißbräuche unserer Nebenmenschen zeugen, damit, wo möglich, Einige dadurch bewogen werden mögen, solche Thorheiten zu verlassen, und den guten alten Pfad der Mäßigkeit, der Weisheit, des Ernstes und der Heiligkeit zu wählen; da dieser nur der einzige ist, der zu dem wahren Genusse der Segnungen des Friedens und der Fülle in dieser Zeit, und der ewigen Glückseligkeit in der künftigen Welt führet.

§. 10. Gesetzt, endlich, wir hätten auch keine der angeführten Gründe für uns, um die im Lande herrschenden bösen Gebräuche und Gewohnheiten mit Recht zu verwerfen, so werdet ihr uns doch erlauben, zu bemerken, daß es dann, wenn die Menschen werden gelernt haben, ihren Schöpfer zu fürchten, ihn anzubeten und ihm zu gehorchen; wenn sie die großen Schulden ihrer Abweichungen abgetragen und die Last ihrer Untergebenen werden erleichtert haben;


  1. Offenb. 22, 11.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 359. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/367&oldid=3378599 (Version vom 1.8.2018)