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wieder zu ihren vorigen Ausschweifungen zurückkehren.[1]

§. 7. Daß dieses und noch weit mehr wirklich der Fall sei, wird, meiner Ueberzeugung nach, kein Verständiger, der einige Erfahrung besitzt, leugnen. Wie denn aber irgend Jemand, der ein Gewissen hat, oder Gottesfurcht zu haben bekennt, nach ernster Ueberlegung noch in der Tracht, in den Sitten, Gebräuchen und Vergnügungen solcher Menschen, deren ganzes Leben mit Dingen, wie ich oben berührt habe, befleckt ist, verweilen, oder sogar an ihren Ausschweifungen Theil nehmen könne, überlasse ich dem gerechten Zeugen der Wahrheit in ihren eigenen Herzen zu beurtheilen. Nein wahrlich! das heißt nicht der Stimme Gottes gehorchen, die zu allen Zeiten laut rief: „Gehet aus!“ und woraus denn? – Aus den Wegen, Moden und Gebräuchen, aus der Lebensweise und dem Geiste „Babylons.“ Und was ist Babylon? – „Die große Stadt, worin alle jene eitlen, thörichten, üppigen, überflüssigen und gottlosen Dinge getrieben werden, gegen welche die Schrift die furchtbarsten Gerichte ankündigt, indem sie alle Unmäßigkeit und Zügellosigkeit der Menschen dem „Becher der Bosheit“ zuschreibt, aus welchem Babylon ihnen zu trinken gegeben hat, und woher alle sogenannte gleichgültigen Dinge ihren Ursprung genommen haben.[2] Laßt uns hören, was Johannes in seiner Offenbarung von ihr sagt: „Wieviel


  1. Klagl. 4, 5. Spr. Sal. 12, 17. Hiob 21, 13. 14. Psalm 35, 23. Psalm 37, 10. Pred. Sal. 8, 12. Ps. 37, 1. 2. Sprichw. 2, 22.
  2. Jerem. 16, 5–9. Jes. 3, 13–16. Kap. 50, 8. Kap. 15, 6. 7. Amos 6, 3–7.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 354. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/362&oldid=3378594 (Version vom 1.8.2018)