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denken, und ihnen auch nur wenig Zeit widmen.

§. 3. Diese Lehre von der Selbstverleugnung bestätigten und empfahlen die Apostel, wie wir bereits bemerkt haben, sowohl durch ihr eigenes Beispiel, als auch durch Vorschriften in ihren Briefen und Episteln, wie aus zwei sehr merkwürdigen Stellen hervorgehet, wo Paulus und Petrus uns nicht allein melden, wie es in dieser Hinsicht gehalten werden solle, sondern auch anzeigen, was verleugnet und vermieden werden müsse. „So will ich nun,“ sagt Paulus, „daß die Weiber in zierlicher (sauberer) Kleidung sich schmücken,“ – wie ist das zu verstehen? – „mit Schamhaftigkeit und Zucht; nicht mit Zöpfen, (aufgeputzten Haaren,) oder Gold, oder Perlen, oder köstlichem Gewande;“ – Dergleichen war also nicht erlaubt! – „sondern, wie es Weibern, die Gottseligkeit vorgeben, geziemet: mit guten Werken.“[1] Hieraus folget unwidersprechlich, daß diejenigen Weiber, die sich mit Zöpfen oder Haarflechten, Perlen, Silber, Gold, und köstlichen oder prächtigen Kleidern schmücken, so lange sie das thun, keine Ansprüche auf Gottseligkeit machen können; indem der Apostel zu erkennen giebt, daß solcher Putz mit der christlichen Ehrbarkeit und Tugend nicht übereinstimmt, und folglich etwas Böses ist, das den Weibern, welche sich zur Gottseligkeit bekennen, nicht geziemet. – Der Apostel Petrus giebt eine Vorschrift gleiches Inhalts in folgenden Worten: „Deren“ (nämlich der Weiber) „Schmuck soll nicht äußerlich seyn, mit Haarflechten und Goldumhängen, oder Kleideranlegen;“ – Wie denn? – „sondern der verborgene Mensch


  1. 1 Tim. 2, 9. 10.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 295. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/303&oldid=3378535 (Version vom 1.8.2018)