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Heiden verachteten ein solches Leben. §. 10. Die wahren Jünger Jesu sterben dem eitlen Wesen der Welt durch Selbstverleugnung ab. – Vergnügen und Belohnung einer guten Anwendung der Zeit.


§. 1. Die Ausschweifungen in Kleiderpracht und eitlen Vergnügungen, welche in der heiligen Schrift vielfältig verboten sind, gaben auch Veranlassung zu jener an das Volk Israel gerichteten traurigen Botschaft,[1] die der Prophet Jesaias in folgenden Worten erklärte: „Darum, spricht der Herr, daß die Töchter Zions stolz sind, und gehen mit aufgerichtetem Halse und mit geschminkten Angesichtern, (nach dem Englischen: mit lüsternen Blicken,) treten einher und schwänzen, (gehen geziert mit kurzen Schritten,) und haben köstliche Schuhe an ihren Füßen; (machen ein Geräusch mit ihren Füßen oder Schuhen;) darum wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen und ihr Geschmeide wegnehmen. Zu der Zeit wird der Herr den Schmuck an den köstlichen Schuhen wegnehmen, und die Hefte, die Spangen, die Kettlein, die Armspangen, die Hauben, die Flittern, das Gebräme, die Schnürlein, die Bisamäpfel,[2] die Ohrringe, die Ringe, die Haarbänder, die Feierkleider, die Mäntel, die


  1. Die ausschweifenden Moden, eitlen Gebräuche und Vergnügungen des gegenwärtigen Zeitalters, sind, ebensowohl als jene der damaligen Zeit, dem Strafgerichte Gottes ausgesetzt, welches über England und Europa schwebt, und über ihre empörischen Bewohner hereinzubrechen drohet.
  2. Mit wohlriechenden Sachen angefüllte und zur Zierrath anghängte Kapseln.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 290. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/298&oldid=3378530 (Version vom 1.8.2018)