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Vermögen der Geitzigen während ihrer Lebenszeit verwalteten, – denn ihre Erben bedürfen gewöhnlich einer solchen Vorkehrung nicht, – und deren Geschäft es wäre, dahin zu sehen, daß es ihnen nicht an dem nöthigen Unterhalte mangelte, den ihr Stand und ihre Lage erforderten; weil sie so grausam sind, sich diesen selbst zu versagen. Wir helfen ja müßigen Tagedieben und verstellten Bettlern; warum wollten wir uns denn nicht um diese wirklich armen Leute bekümmern, die man übrigens, dünkt mich, in Rücksicht auf ihren Stand, auch mit gehöriger Achtung behandeln müßte. – Ich möchte unaufhörlich über diese Menschen reden, aber das Viele, was sich über sie sagen ließe, erstickt mich, und es geht mir fast eben so, wie ihnen: der Ueberfluß macht mich arm!“

Dieß sei genug vom Geitze, – diesem an der Seele nagenden Wurme und Krebsschaden des Geistes.



Vierzehntes Kapitel.

§. 1. Von der Ueppigkeit; worin sie bestehet, und was für Nachtheil sie der menschlichen Gesellschaft bringt. – Sie ist eine Feindin des Kreuzes Christi. §. 2. Von der Ueppigkeit im Essen und Trinken; wie sehr dieselbe dem Beispiele und den Lehren Christi und der heiligen Schrift zuwider ist. §. 3. Was für Schaden sie dem Menschen an Leib und Seele zufügt. §. 4. Von der Ueppigkeit in Kleidern und Vergnügungen. Die Sünde machte die erste Kleidung nothwendig. Der Mensch sollte daher nicht stolz auf Etwas seyn, das ein Zeichen seines Falles


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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 269. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/277&oldid=3378509 (Version vom 1.8.2018)