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noch in nutzloser Anhäufung des Geldes. §. 14. Der Geitzige ist eine Volksplage. §. 15. Seine Heuchelei. §. 16. Das Gold ist sein Gott. §. 17. Er muß sparen, sollte es ihm auch das Leben kosten. §. 18. Christus und seine Jünger verdammen den Geitz. §. 19. Sünde und Gericht des Ananias und der Sapphira. §. 20. Wilhelm Tindal’s Abhandlung über diesen Gegenstand, nachgewiesen. §. 21. Peter Charron’s Zeugniß gegen den Geitz, angeführt. §. 22. Abraham Cowley’s witzige und scharfe Satyre über denselben.


§. 1. Ich komme nun zur Abhandlung der zweiten Hauptleidenschaft des Menschen, nämlich des Geitzes oder der Habsucht; eines Uebels, das wie eine ansteckende Krankheit in der Welt wüthet, und mit allen schädlichen Wirkungen begleitet ist, welche die Menschen, sowohl einzeln als in gesellschaftlicher Verbindung, unglücklich und elend machen. Dieses Laster ist mit dem, wovon ich eben geredet habe, mit dem Stolze, so innig verbunden, daß man selten das eine ohne das andere antrifft; indem Freigebigkeit dem Stolzen fast eben so gehässig als dem Geitzigen ist. Ich bestimme den Geitz, den der Apostel „die Wurzel alles Uebels“ nennt,[1] auf die Art, daß er in drei Hauptzweigen erscheint; erstlich: in einem Begehren unerlaubter Dinge; zweitens: in einem unerlaubten Begehren erlaubter Dinge, und drittens: in unnützer Anhäufung des Geldes und anderer Dinge, wodurch der Gebrauch und die Wohlthat des einen oder andern entweder einzelnen Personen oder der allgemeinen Gesellschaft


  1. 1. Tim. 6, 9. 10. Ephes. 5, 3. 5.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 241. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/249&oldid=3378481 (Version vom 1.8.2018)