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darin hervorthut, so wird das Mangelhafte deines Körpers ihren Glanz nur um so mehr erheben. Denn in Gottes Augen ist nichts häßlich, als die Sünde; und Alle, welches Geschlechtes und Standes sie auch sind, und wie sie auch gestaltet seyn mögen, „die mit ihrem Herzen reden und nicht sündigen;“[1] die in dem heiligen Lichte Jesu über die Regungen und Neigungen ihrer Herzen wachen und jedes Böse in der Geburt ersticken; die das Joch oder Kreuz Christi lieben, und dadurch täglich der Welt gekreuzigt werden; alle Diese führen ein inneres Leben mit Gott, welches die vergänglichen Lebensgenüsse der Welt an Schönheit und Dauer unendlich übertrifft.



Zwölftes Kapitel.


§. 1. Charakter des Stolzen. Seine Eigenliebe ist unersättlich; er ist stolz auf seine Geburt. §. 2. Er ist trotzig und zänkisch; aber feige, und doch grausam. §. 3. Ein eben so schlechter Sohn als schlechter Unterthan und Diener. §. 4. Ein Feind der Gastfreundschaft. §. 5. Keines Menschen Freund. §. 6. Als Gewalthaber gefährlich und schädlich. §. 7. Vor allen Andern sind stolze Prediger zu tadeln. §. 8. Sie verlangen Vorrechte vor Andern. §. 9. Sie nennen sich die Klerisei; – ihre Herrschsucht und ihr Geiz. § 10. Der Tod verschlingt Alle. §. 11. Mittel, den bösen Folgen des Stolzes zu entgehen.



  1. Ps. 4, 5.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 226. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/234&oldid=3378466 (Version vom 1.8.2018)