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willen wieder herzustellen. §. 8. Der Verfasser hat aber noch einen höheren Beweggrund dazu: das Evangelium, zu dem die Adeligen sich bekennen. §. 9. Vom persönlichen Stolze in Hinsicht auf Gestalt und Schönheit. Die Ausgaben für Wohlgerüche, Schönheitswasser, Schminke, Putz, etc. würden viele arme Familien ernähren können. – Von den Nachtheilen, die damit verknüpft sind. §. 10. Stolz und Eitelkeit ist bei alten und häßlichen Personen noch verwerflicher als bei Andern; wird aber doch häufig angetroffen. Die große Thorheit solcher Personen. Rath an die Schönen, ihre Seelen ihren Körpern ähnlich zu machen; und an die Häßlichen, ihren Mangel an körperlicher Schönheit dadurch zu ersetzen, daß sie den unvergänglichen Theil ihres Wesens: ihre Seelen, mit Heiligkeit schmücken. – Vor Gott ist nichts häßlich als die Sünde. – Von der Seligkeit Derer, die das Joch oder Kreuz Christi tragen, und der Welt gekreuzigt sind.


§. 1. Der Stolz bleibt aber dabei noch nicht stehen; er verleitet auch die Menschen zur Ueberschätzung ihrer selbst und zu einer übertriebenen Sorgfalt für ihre Personen. Daher müssen sie so viele und pünktliche Aufwartung, kostbare Möbeln, reiche und schöne Kleider u. dgl. haben, worin ein großer Theil der „Hoffahrt des Lebens“ bestehet, wovon Johannes uns sagt, „daß sie nicht vom Vater, sondern von der Welt ist.“[1] Dieses war die Sünde, die Gott den übermüthigen Töchtern Zions und dem stolzen Fürsten und Volke von Tyrus zur Last legte. Man lese das 3te Kapitel beim Jesaias, und das 27ste und 28ste beim Ezechiel, beurtheile


  1. 1. Joh. 2, 16.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 212. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/220&oldid=3378452 (Version vom 1.8.2018)