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unter den Römern üblichen Lebensweise zu entsagen, und dem wohlgefälligen Willen Gottes gemäß zu leben. Als hätte er gesagt: Untersuchet was ihr thut und treibet; sehet zu, ob es vor Gott recht, und ihm wohlgefällig ist. Richtet jeden Gedanken, jedes Wort, jede That. Prüfet, ob euer Thun und Lassen von Gott ist oder nicht;[1]) damit ihr auf diese Weise erkennen möget, worin der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Willen Gottes bestehe.

§. 34. Der nächstfolgende Beweis, den wir zu unserer Vertheidigung aus der Schrift anführen, ist eine Stelle aus dem ersten Briefe des Apostels Petrus, den er an die hin und wieder in Ponto, Galatien, Cappadocien, Asien und Bithynien befindlichen, gläubigen Fremdligen schrieb, welche, nachdem sie durch die Kraft des göttlichen Geistes gesammelt waren, die Gemeinen Christi in jenen Weltgegenden ausmachten. Die Worte des Apostels sind diese: „Darum begürtet die Lenden eures Gemüths; seid nüchtern, und setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch durch die Offenbarung Jesu Christi dargeboten wird; als gehorsame Kinder, und stellet euch nicht gleich, wie vorhin, da ihr in Unwissenheit nach den Lüsten lebtet.“[2] Das heißt: Laßt euch nicht mehr in den eitlen Moden und Gebräuchen der Welt antreffen, nach welchen ihr euch in eurer vorigen Unwissenheit richtetet und bequemtet; sondern, da ihr nun einen einfachern und vortrefflichern Weg erkennet,


  1. Joh. 3, 21.
  2. 1 Petri 1, 13. 14.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 179. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/187&oldid=3378419 (Version vom 1.8.2018)