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„daß das Ehebett unbefleckt sei.“[1] Denn die Ehre des Ehestandes besteht in dem keuschen Leben der Verehelichten.

§. 17. Noch wird in der Schrift das Wort Ehre von höhern Personen auf niedrigere angewendet, wie aus der Frage des Ahasverus an Haman hervorgehet: „Was soll man dem Manne thun, den der König gern ehren wollte?“[2] Der König hatte ihn mächtig befördert und erhoben, wie er hernach auch Mardochai that. Und von den Juden lesen wir besonders, „daß ihnen Licht und Freude, Wonne und Ehre widerfahren sei.“[3] Sie entgingen nämlich der Verfolgung, die ihnen bevorstand, und durch die Vermittelung der Esther und des Mardochai genossen sie nicht nur Ruhe und Frieden, sondern auch Wohlwollen und Begünstigung. In diesem Sinne ermahnt auch Petrus die christlichen Ehemänner, „ihre Weiber zu ehren,“ das heißt, sie zu lieben, zu schätzen, zu achten, zu begünstigen und zu beschützen wegen ihrer Treue und Zuneigung gegen ihre Männer, wegen der zärtlichen Pflege ihrer Kinder, und wegen ihres Fleißes und ihrer Umsicht in ihren Familien. Um diese Ehre auszudrücken, bedarf es aber keiner zeremoniellen Beobachtungen oder prächtigen Titel. – So ehret auch Gott die frommen und guten Menschen: „Wer mich ehret, spricht der Herr, den will ich auch ehren; wer mich verachtet, der soll wieder verachtet werden.“[4] D. h.: Ich will denen, die mich ehren und mir gehorchen, Gutes erzeigen; ich will sie lieben, segnen, erhalten und beschützen; aber Diejenigen, die mich


  1. Hebr. 13, 4.
  2. Esther 6, 6.
  3. Kap. 8, 16.
  4. 1. Sam. 2, 30.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 159. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/167&oldid=3378400 (Version vom 1.8.2018)