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Glauben, oder der Glaube durch seine Kraft die Wunder verrichtete. Erinnern wir uns, was für merkwürdige Dinge ein wenig Tonerde und Speichel, eine bloße Berührung des Saums seines Gewandes, ein paar Worte aus seinem Munde, durch die Macht des Glaubens bei den Kranken verrichteten.[1] „Glaubet ihr, daß ich euch die Augen öffnen kann?“ sagte Christus zu den Blinden; – „ja Herr!“ antworteten sie, und sahen.[2] „Glaube nur!“ sagte er zu dem Obersten; er that’s, und seine Tochter erhielt das Leben wieder.[3] Bei einer andern Gelegenheit sagte er: „Wenn du glauben kannst?“ – „Ich glaube,“ schrie der bekümmerte Vater mit Thränen, „Herr! hilf meinem Unglauben!“[4] Da mußte der böse Geist weichen, und der Knabe ward gesund. Zu Einem sagte er: „Gehe hin, dein Glaube hat dich gesund gemacht.“[5] Zu einem Andern: „dein Glaube hat dir geholfen; deine Sünden sind dir vergeben.“[6] Und als seine Jünger sich wunderten, wie schnell sein Ausspruch über den unfruchtbaren Feigenbaum in Erfüllung gegangen war, sagte er ihnen zu ihrer Aufmunterung im Glauben: „Wahrlich ich sage euch, wenn ihr Glauben habt, und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein Solches mit dem Feigenbaume thun, sondern wenn ihr zu diesem Berge sagen werdet: hebe dich auf, und wirf dich ins Meer, so wird es geschehen; und Alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubet, so werdet ihr es empfangen.“[7]. Schon diese


  1. Joh. 9, 11. Luk. 8, 47. 48.
  2. Matth. 9, 28. 30.
  3. Mark. 5, 36. Matth. 9, 23.
  4. Mark. 9, 23. 24.
  5. Mark. 10, 52.
  6. Luk. 7, 48. 50.
  7. Matth. 21, 21. 22.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 113. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/121&oldid=- (Version vom 1.8.2018)