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folglich auch auf die Arbeiten Derer, die zuerst in dem christlichen Weinberge arbeiteten, einen allgemeinen Ueberblick zu thun. Sollten dabei auch einige Wiederholungen vorkommen, so wird die Würde und Wichtigkeit der Sache sie auch ohne Entschuldigung schon erlauben.

§. 6. Das Amt der Apostel, wie einer der Ersten, die dasselbe bekleideten, uns sagt, bestand darin: „daß sie den Menschen die Augen öffnen sollten, damit sie sich von der Finsterniß zum Lichte, und von der Gewalt des Satans zu Gott bekehren möchten;“[1] das heißt: damit die Menschen, statt den Versuchungen und Eingebungen des Satans, des Fürsten der Finsterniß, oder der Ungerechtigkeit und Bosheit, – wovon eine Benennung immer nur ein figürlicher Ausdruck der andern ist, – statt diesem mächtigen Einflusse des Bösen, wodurch ihre Verstandeskräfte verfinstert und ihre Seelen in der Knechtschaft der Sünde gehalten würden, nachzugeben, ihre Gemüther auf die Erscheinung Christi, des Lichtes und Heilandes der Welt, richten möchten, der mit seinem göttlichen Lichte ihre Seelen erleuchtet, ihnen dadurch Erkenntniß ihrer Sünden giebt, die Versuchungen und Bewegungen zum Bösen in ihnen entdeckt, und sie innerlich bestraft, wenn sie denselben nachgeben und in das Böse einwilligen; damit sie auf diese Weise Kinder des Lichte würden, und auf dem Pfade der Gerechtigkeit wandeln möchten.

Zu diesem gesegneten Werke der Verbesserung begabte Christus seine Apostel mit Geist und Kraft, damit die Menschen nicht langer in der Sünde, und in der


  1. Apost. Gesch. 26, 18
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 25. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/033&oldid=3378266 (Version vom 1.8.2018)