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Religion, dein unpassendes und dem Leben Christi so unähnliches Leben, dich an jenem großen Gerichtstage der Welt nicht verwerflich machen, und zuletzt um dein ewiges Heil bringen möge. Höre mich daher noch ein wenig an; ich bitte dich darum. Kann Christus wohl dein Herr seyn, wenn du ihm keinen Gehorsam leistest? oder kannst du dich seine Dienerin nennen, wenn du ihm gar nicht dienest? Irre dich nicht! „Was du säest, das wirst du auch ernten.“[1] Er ist gewiß dein Erlöser und Heiland nicht, so lange du seine Gnade in deinem Herzen verwirfst, durch welche er dich erlösen und selig machen will. Sage mir, wovon hat er dich erlöset? Hat er dich von deinen sündlichen Lüsten, von deinen weltlichen Begierden und von deinem eiteln Wandel erlöset? – Ist dieses nicht geschehen, so ist er auch dein Heiland und Erlöser nicht; denn, obgleich er sich Allen zum Erlöser und Heilande darbietet, so kann er es doch eigentlich und in der That nur für Diejenigen seyn, die sich durch ihn erlösen und selig machen lassen; und es können Keine von ihm selig gemacht werden, die nicht aufhören wollen, in den sündlichen Dingen zu leben, die sie von Gott trennen, und von welchen er sie zu erlösen in die Welt kam.

Christus ist gekommen, die Menschen von der Sünde und vom ewigen Tode, als dem Lohne derselben, zu erretten. Allein Diejenigen, die sich nicht durch die in ihren Seelen wirkende Kraft Christi von der Macht und Herrschaft, welche die Sünde über sie ausübt, erlösen oder befreien lassen, können auch von dem ewigen Tode, dem sichern Lohne der Sünde, in der sie leben, nie errettet werden.

  1. Gal. 6, 7.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 17. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/025&oldid=3378258 (Version vom 1.8.2018)